NABU ist gegen Bebauung
Der Schrebergarten soll bleiben

Warendorf -

Die jungen Mitglieder des NABU Warendorf beschäftigen sich zurzeit intensiv mit der Warendorfer Stadtentwicklung, denn geht es nach den Stadtplanern sollen sie demnächst ihren Treffpunkt im Schrebergarten „Westlich Friedhof Warendorf“ verlieren. Seit Januar 2010 ist die NAJU dort Pächterin eines Schrebergartens und hat einen Teich, Kräuterspirale, Trockenmauer, Wildblumenwiese, Wildbienenhotel, Kräuter- und Gemüsegarten angelegt.

Freitag, 30.05.2014, 17:05 Uhr

Fotografieren ist eine Kunst: Nach einer theoretischen Einweisung in die Welt der Fotografie durch den Naturfotografen Darius Endlich machten sich junge Mitglieder der Naturschutzjugend Warendorf auf den Weg zum perfekten Bild. In der Emsaue bei Einen lernten sie mit Blende und Belichtungszeit unterschiedliche Effekte beim Ablichten einer Libelle zu erzielen.

Mit allen Sinnen die Ems in ihrem renaturiertem Zustand wahrzunehmen stand im Zentrum des NAJU-Bildungswochenendes. Am Samstag ging es mit dem Veranstalter des Kanuverleihs „Wasserleben“ zwischen Telgte und Handorf auf Entdeckungstour. Am Sonntag galt es dann die Besonderheiten und den Reichtum der biologischen Vielfalt an der Ems bei Einen im Bild festzuhalten.

Den Sandfluss Ems ins rechte Licht zu setzen wurde zu einem Erlebnis besonderer Art. Und beschäftigen mussten sich die NAJU-Mitglieder mit der Warendorfer Stadtentwicklung , denn geht es nach den Stadtplanern sollen sie demnächst ihren Treffpunkt im Schrebergarten „Westlich Friedhof Warendorf“ verlieren. Seit Januar 2010 ist die NAJU dort Pächterin eines Schrebergartens und hat einen Teich, Kräuterspirale, Trockenmauer, Wildblumenwiese, Wildbienenhotel, Kräuter- und Gemüsegarten angelegt. Für die Gruppenarbeit entstand eine Wiese mit Feuerstelle. Ein Unterstand für Regentage konnte mit Hilfe von Fördermitteln errichtet werden.

Zurzeit wird der NAJU- Garten von zwei Gruppen genutzt. Die Jugendlichen, die sich in unregelmäßigen Abständen zu Arbeitseinsätzen und Aktionen treffen, sind direkt nach Bekanntwerden der Baupläne im Netz aktiv geworden.

Die Kinder- und Jugendgruppe trifft sich 14-tägig zur Gruppenstunde. Eine Kindergruppe wird sich im Juni gründen und war zur Schnupperstunde mit Keschern am Teich und Gruppenspielen auf der Wiese im Garten.

Die NABU-Ortsgruppe unterstützt die Naturschutzjugend im Gemüse- und Kräutergarten. In einer Stellungnahme zu den Bebauungsplänen heißt es: „Wir setzen uns für naturnahe Gärten ein und könnten Ansprechpartner für Bewohner des neuen Baugebietes sein. Durch Plan B, den Erhalt der Schrebergärten, bleibt das Baugebiet auch ein Baugebiet im Grünen. Für unsere Kinder- und Jugendarbeit wünschen wir uns weiterhin einen Ort, an dem wir unsere Arbeit fortsetzen können. Sollte dies nicht mehr am Friedhof möglich sein, erhoffen wir uns Unterstützung und Ersatz um zeitnah umziehen zu können.“

Auf der Internetseite www.naju-gegen-schrebergartenabriss.jimdo.com kann die NABU-Arbeit durch einen Eintrag ins Gästebuch unterstützt werden.

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