Teutemacher und Bischöfliche Realschule
Schule und Beruf: Im Kontakt mit der Praxis

Warendorf -

Schüler und Unternehmen lernen sich jetzt auch in Warendorf besser kennen. Als erste Schule in der Stadt hat die Bischöfliche Realschule eine Kooperation mit dem Unternehmen Teutemacher Glas abgeschlossen. Gestern wurde der Vertrag für die Zusammenarbeit unterschrieben.

Mittwoch, 04.06.2014, 04:06 Uhr

Die Kooperation ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der IHK Nord Westfalen . „Wir wollen den Austausch zwischen Schule und Betrieb intensivieren“, sagt Carl Pinnekamp , Geschäftsführer von Teutemacher Glas.

Das Unternehmen produziert Isolierglas, veredelt Flachglas und stellt Sicherheitsglas her. Auch Montage bietet die Firma an. Dementsprechend sind die elf jungen Menschen, die dort zur Zeit ausgebildet werden, in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig, etwa als Glaser, Glasmechaniker oder auch Industriekaufmann. Die richtigen Bewerber zu finden ist für das Unternehmen nicht einfach, daher ist der Chef überzeugt, dass seine Firma von Schülern profitiert, die genau wissen, was sie wollen. Aber einfacher soll es auch für diejenigen werden, die ihr Abschlusszeugnis in den Händen halten. Und das nicht erst an dem Tag, an dem sie es überreicht bekommen.

„Die Frage, was unsere Schüler nach zehn Jahren Schulzeit machen, wird immer früher immer wichtiger“, sagt Thomas von Gostomski, pädagogischer Konrektor der Realschule. Deshalb sieht der Vertrag vor, dass der Austausch bereits in der 8. Klasse beginnt, mit mehreren Maßnahmen: Es wird Bewerbungstrainingstrainings geben, in denen die Schüler aus der Praxis erfahren, was Arbeitgeber von künftigen Auszubildenden erwarten.

Die Realschüler bekommen die Möglichkeit, sich das Unternehmen anzusehen und bei Arbeitsplatzerkundungen ihre Fragen den Mitarbeitern direkt zu stellen. Zudem werden Auszubildende in die Schule eingeladen, die aus ihrem Lehrlingsalltag berichten.

Das Projekt der IHK geht aber über die Berufsorientierung hinaus. Die Kammer will Unternehmen helfen, Fachkräfte-Nachwuchs zu finden. „Der Schüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen“, sagt IHK-Projektmitarbeiterin Sandra Beer, „die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt. Auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt.“

Die Initiative der IHK gibt es bereits seit 2011, neun Unternehmen im Kreis sind bereits dabei. In Warendorf ist der Kontakt über Lehrer Klaus Schlepphorst entstanden, der sowohl mit Teutemacher als auch mit der Kammer in Kontakt ist. Daraus hat sich jetzt dieses konkrete Projekt entwickelt. Für die Schüler begann es bereits gestern, kaum dass die Tinte auf den Verträgen getrocknet war: Sie bekamen vom Chef eine Führung durch das Unternehmen und konnten sich einen ersten Eindruck verschaffen.

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