Berufsorientierungsmesse BOM
Da geht’s lang: Wegweiser zum „richtigen“ Beruf

Warendorf -

Für Katja Schulte war es der perfekte Einstig in den Job: Beim Besuch der Berufsorientierungsmesse – kurz BOM – in Warendorf knüpfte sie erste Kontakte zur Firma Teutemacher. Und jetzt ist Carl Pinnekamp, der Chef des Unternehmens, ihr Boss. „Die BOM war ein guter Einstieg und hat mir viele Infos gebracht“, sagt die junge Frau – und ist nach einem Jahr Ausbildung bestens zufrieden mit ihrer Wahl.

Mittwoch, 18.06.2014, 16:06 Uhr

So wie ihr geht es hoffentlich vielen der Schüler, die alljährlich ins Schulzentrum „pilgern“, um dort schon mal etwas am „richtigen“ Leben zu schnuppern. Es lohnt sich: In diesem Jahr präsentieren sich 106 Aussteller auf dem weitläufigen Gelände. Die Termine: Dienstag, 24. Juni, von 16.30 bis 20 Uhr, und Mittwoch, 25. Juni von 8 bis 13.30 Uhr.

In diesem Jahr feiert die BOM ihren 20. Geburtstag. Carl Pinnekamp war 1994 Miterfinder der Job-Messe. „Daraus ist etwas enorm Vorzeigbares geworden“, lobt Bürgermeister Jochen Walter bei der Vorstellung des Programm 2014. Die Idee hat sich bewährt und weiter entwickelt.

Was 1994 mit lokaler Ausrichtung begann, hat sich zur überregionalen Jugendmesse gemausert. „Zunächst war es unser Plan, Jugendliche von Warendorfer Schulen mit Warendorfer Betrieben in Kontakt zu bringen“, sagt Pinnekamp. Doch das nahm schnell deutlich größere Dimensionen an. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit über 2500 Besuchern aus 21 Schulen – und die kommen nicht nur aus dem Kreis Warendorf , sondern auch aus Gütersloh und Münster .

Sie finden hier manchmal Dinge, mit denen sie nicht rechnen: „Es werden Berufsbilder vorgestellt, die die Jugendlichen oft gar nicht kennen“, weiß Udo Lakemper, der Chef des Berufskollegs.

Das Angebot haben die Organisatoren in den vergangenen Jahren permanent erweitert und den sich verändernden Bedürfnissen angepasst. So wird eine umfangreiche Messebroschüre herausgegeben, dem Besuchstag der Schulen ist ein Abend für Schüler, Eltern und Lehrern vorgeschaltet. Referenten informieren im Rahmen von Vorträgen in der Kreishandwerkerschaft über Themen der Berufswahl. Der Messebetrieb findet im Berufskolleg, in der Kreishandwerkerschaft, in Edith-Stein-Kolleg, in zwei großen Zelten und auf der Freifläche vor und hinter den Gebäuden statt.

Außerdem sind Werkstätten und Klassenräume geöffnet, gewähren einen Einblick in die berufsvorbereitende und berufsbegleitende Ausbildung. Lehrer und Auszubildende demonstrieren die ganze Bandbreite handwerklicher Fertigkeiten, vom Einsatz des klassischen Handhobels bis zum Fräsen mit der hochpräzisen CNC-Maschine.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Warendorf Ingeborg Pelster sowie die Agentur für Arbeit präsentieren an beiden Tagen einen Berufstest, bei dem Schüler ihre Fertigkeiten testen können.

In diesem Jahr werden dienstags zwei Fachvorträge zum Thema Auslandsaufenthalt vor oder während der Ausbildung angeboten. Um 18 Uhr berichtet Anita Urfell, Leiterin Kontaktstelle Ausland der Handwerkskammer Münster über „Grenzenlos gut – Auslandsaufenthalt in der Ausbildung“. Ab 19 Uhr heißt das Thema bei Stefan Link vom Verein für soziale Dienstleistungen „Dein Jahr im Ausland – Neue Horizonte, Wege, Freundschaften und Perspektiven“.

Die Vorträge finden im 1. Obergeschoss in der Kreishandwerkerschaft statt.

Die Aussteller kennen einander inzwischen gut. Viele Unternehmen und Institutionen sind von Beginn an dabei. So ist die Messe auch zum jährlichen Treffpunkt der heimischen Wirtschaft geworden.

Die BOM ist im Kreis Warendorf fester Bestandteil im Berufswahlprozess. Aus vielen Gesprächen mit Ausbildern und Auszubildenden weiß Warendorf Marketing, dass die Möglichkeiten der Messe informellen Gesprächen über Berufsaussichten aber auch zur ersten Kontaktaufnahme mit den potenziellen Ausbildungsbetrieben in den zurückliegenden Jahren vielfach genutzt worden sind. „Es freut uns immer wieder zu hören, dass auf der BOM geknüpfte Kontakte oft zum erfolgreichen Berufseinstieg geführt haben“, so Projektleiterin Claudia Körk.

Katja Schulte kann das bestätigen. Sie hat es am eigenen Leib erfahren.

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