Frauenhäuser protestieren
Demo vor dem Landtag

Warendorf/Düsseldorf -

Ein Bündnis von Frauenhäusern, -beratungsstellen, -notrufen und Wohlfahrtsverbänden hat kürzlich vor dem Düsseldorfer Landtag protestiert. Auch die Mitarbeiterinnen der beiden Frauenhäuser in Warendorf und Telgte waren dabei.

Donnerstag, 18.09.2014, 19:09 Uhr

Gewalt gegen Frauen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland . Seit über 30 Jahren bieten Frauenhäuser Schutz bei Gewalt und sind somit ein unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur in NRW . „Noch immer ist nicht gewährleistet, dass jede von Gewalt betroffene Frau, mit und ohne Kinder, zeitnah, unbürokratisch und kostenlos Schutz, Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen kann“, so die Vertreterinnen der beiden Frauenhäuser.

Seit vielen Jahren fordern die Frauenhäuser eine Verbesserung der Finanzierung für diese Arbeit, die eigentlich zu den staatlichen Pflichtaufgaben gehören müsse. Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung stehe konkret, dass sie ein Landesgesetz auf den Weg bringen wolle, um eine verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern in ihrer Aufgabenvielfalt zu verankern und eine Förderung aus einer Hand sicherzustellen.

„Wir protestieren, weil wir von der rot-grünen Landesregierung immer noch die Einlösung des Versprechens aus dem Koalitionsvertrag warten und fordern kostenlosen und verbindlichen Schutz für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder. Die Finanzierung dieser unverzichtbaren Hilfe- und Unterstützungseinrichtungen darf nicht länger eine freiwillige Leistung bleiben“, so die Mitarbeiterinnen. Auch im Gespräch mit den beiden Landtagsabgeordneten machten sie auf die Problematik aufmerksam. Das Fazit des Tages: „Trotz ernüchternder Haushaltslage steht für uns fest: Wir kämpfen weiter dafür, dass alle Frauen mit ihren Kindern zeitnah und kostenlos Hilfe in Anspruch nehmen können.“

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