Demografischer Wandel
Länger auf dem Land mobil bleiben

HOETMAR -

Sehprobleme, Gleichgewichtsschwierigkeiten und Probleme mit den Gelenken sowie nachlassende Kraft führen dazu, dass ältere Menschen zunehmend Schwierigkeiten haben, sich sicher voran zubewegen. Die Folge: das Risiko von Stürzen und damit verbundene Verletzungen nimmt zu. Um ihre Unabhängigkeit zu erhalten und die Gefahr von Verletzungen zu verringern, entscheiden sich viele Senioren für das Nutzen einer Gehhilfe. Gerade auf den Land werden Rollatoren immer häufiger gebraucht. Wie etwa in Hoetmar.

Sonntag, 21.09.2014, 03:09 Uhr

Ob Rollstuhl, Reha oder Krankenpflege zu Hause: Frank Naskrent hilft Senioren in und um Hoetmar.
Ob Rollstuhl, Reha oder Krankenpflege zu Hause: Frank Naskrent hilft Senioren in und um Hoetmar. Foto: Peter Sauer

Jeden Morgen um 10 Uhr stellt Frank Naskrent die neuesten Rollatoren-Modelle vor sein Geschäft Himed - Das Gesundheitshaus“ an der Dechant-Wessing-Straße 10. Schräg gegenüber der Grundschule, in der

Hoetmars Nachwuchs zu Hause ist, kümmert sich der Fachberater Reha um die älteren Einwohner. Die bundesweit-prognostizierte demografische Entwicklung einer immer älter werdenden Gesellschaft kann er seit einigen Jahren auch in der Region ausmachen.

„Der Bedarf nimmt schon deutlich zu“, sagt der Fachberater Reha, „Rollatoren gehören mittlerweile zum Straßenbild.“ Ein zentraler Grund: „Die Hemmschwelle ist bei älteren Leuten merklich gefallen“. Obwohl Überzeugungsarbeit auch weiterhin dazugehört. „Meine eigenen Schwiegereltern haben sich auch länger gesträubt, sind jetzt aber sehr zufrieden.“

Zum speziellen Kundendienst von Frank Naskrent gehört es, die älteren Bewohner auf den Höfen rund um Hoetmar zu versorgen. „Die Beratung zu Hause wird immer wichtiger, da die Leute länger in ihrer gewohnten Lebensumgebung bleiben und dort mobil sein wollen“, erläutert Naskrent. Meist rufen ihn die Kinder seiner Kunden an, wenn seine Hilfe benötigt wird. „Innerhalb von 24 Kunden sind wir da.“ Naskrent kümmert sich auch um die ganzen bürokratischen Abläufe. „Der Versicherte muss nicht erst seine Krankenkasse anschreiben, ich übernehme das für ihn.“ Dieser Rundum-Service wird sehr geschätzt. Von Naskrent verlangt das jede Menge Flexibilität, Tempo und Koordination. Die Arbeit macht ihm aber sehr viel Spaß, eben auch durch die tägliche Abwechslung.

Von Hoetmar aus versorgt Frank Naskrent seine Kunden im Umkreis von 15 Kilometern, von Ennigerloh über Everswinkel bis Münster. Naskrent wohnt in Tönnishäuschen, pendelt jeden Tag nach Hoetmar: „Da fühle ich mich wohl.“

Für den Hoetmarer Seniorenkreis plant er Informationsabende zum Thema „Kompressionstherapie bei Durchblutungsstörungen“. Wahrscheinlich in der Stellmacherei. Kompressionsstrümpfe würden immer häufiger nachgefragt. Die sind nicht mehr gummiartig wie früher und jetzt aus feinem Flachstrick mit Beschichtungen in verschiedenen Farben.  

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