Vortragsreihe zum Ersten Weltkrieg
Die Türkei im Fokus

Warendorf -

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe erinnern die Volkshochschule, der Kreisgeschichtsverein und der Heimatverein an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Im Sophiensaal beleuchtete jetzt Prof. Dr. Paul Leidinger einen ganze besonderen Verbündeten der damaligen Zeit: Das Osmanische Reich, die heutige Türkei.

Donnerstag, 02.10.2014, 10:10 Uhr

Professor Dr. Paul Leidinger beleuchtete die engen Verbindungen des damaligen Deutschen Reichs zum Osmanischen Reichs vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg.
Professor Dr. Paul Leidinger beleuchtete die engen Verbindungen des damaligen Deutschen Reichs zum Osmanischen Reichs vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg. Foto: Hagemeyer

Leidinger skizzierte die engen Verbindungen zwischen dem Osmanischen und dem Deutschen Reich am Vorabend des Ersten Weltkriegs , die sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt haben. Mit zahlreichen Karten und Dokumenten erläuterte er den Kriegsbeitritt des Osmanischen Reiches an deutscher Seite, die Kriegserklärung Russlands an das Osmanische Reich und den Kriegsverlauf zwischen 1914 und 1918 mit besonderem Fokus auf Südosteuropa und Vorderasien. Im Mittelpunkt stand dabei der Einbruch der russischen Armee in Ostanatolien, die Invasion der Ententemächte auf der Halbinsel Gallipoli und damit der Zweifrontenkrieg, mit dem sich das Osmanische Reich 1915 konfrontiert sah. Auch die Armenierfrage, die heute immer noch diskutiert wird, stellte Leidinger dar.

Nach der Kapitulation beruhigte sich die Lage im Land nicht. Ledinger zeichnete die Teilungsabsichten der Ententemächte und den Unabhängigkeitskrieg zwischen ab der Kapitualtion nach. Vom Ende des Krieges 1918 bis zur Ausrufung der Republik Türkei am 29. Oktober 1923 war es ein langer Weg, untzer anderem mit dem Einfluss der Ententemächte, die Teilungsabsichten hegten, und dem Unabhängigkeitskrieg, der im Land wütete. Auch die Konferenz und der Friedensvertrag von Lausanne 1922/23 war ein Thema – der dann im „türkischen Wunder“ mündete – der Ausrufung der Republik.

Der dritte Vortrag der Reihe findet am 3. November um 20 Uhr im Sophiensaal statt. Dann ist Generalkonsul a.D. Reiner Möckelmann aus Berlin zu Gast. Der Titel seines Vortrags lautet: „Zwischen Halbmond und Hakenkreuz – Deutschland und die Türkei in der NS-Zeit (1933 bis 1945).

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