Sponsorenlauf
Jeder Kilometer hilft

Warendorf -

230 000 Menschen, allein rund 165 000 Menschen in Indonesien, starben bei der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren. Am Samstag veranstaltete der Verein Wafaceh einen Sponsorenlauf zugunsten der Überlebenden.

Montag, 27.10.2014, 10:10 Uhr

Der Kneipp-Verein beteiligte sich am Sponsoren-Walking: (v.l.) Margret und Bernhard Brokamp, Gudrun Richter, Christel Hoof, Alwine und Werner Silvanus sowie Heinrich Hüning.
Der Kneipp-Verein beteiligte sich am Sponsoren-Walking: (v.l.) Margret und Bernhard Brokamp, Gudrun Richter, Christel Hoof, Alwine und Werner Silvanus sowie Heinrich Hüning. Foto: Ohlmeier

Vor fast genau zehn Jahren erschütterte das drittstärkste je gemessene Unterwasser-Erdbeben den indischen Ozean und löste verheerende Tsunamis aus, die die Küste des indischen Ozeans mit voller Wucht trafen. 230 000 Menschen, allein rund 165 000 Menschen in Indonesien , starben. 110 000 Menschen wurden verletzt und 1,7 Millionen Küstenbewohner wurden obdachlos.

„Weltweit herrschte damals Entsetzen und der Wunsch zu helfen“, erinnerte sich Heinrich Hüning vor dem Startschuss am Samstagmorgen. „Gemeinsam mit anderen Mitstreitern haben wir damals unseren Verein Wafaceh gegründet, der den Wiederaufbau einer Schule in Banda Aceh in Indonesien, unterstützt.“ Nach dem Leitmotto des Vereins, „Schüler für Schule“, wurden in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit Schulen aus dem ganzen Kreisgebiet viele Hilfsaktionen initiiert – Konzerten, Sammlungen und Sponsorenläufe . Heinrich Hüning ist sichtlich stolz, dass es gelungen ist, eine Schule für Jugendliche aufzubauen, die eine Ausbildung in der Textil-, Holz- und Metallverarbeitung anbietet.

„Die Jugendliche bekommen eine Ausbildung, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können“, sagt Hüning. Als Lehrer unterrichten heute viele. die 2004 ihre Existenz verloren haben. Insgesamt haben bereits etwa 300 Jugendliche die Schule erfolgreich absolviert.

Nach zehn Jahren wird „Wafaceh“ die Hiilfe und die Unterstützung in Asien nun beenden. Mit einem Sponsoren-Walking am Samstag am Emssee, sammelte der Verein letztmals Spendengelder. Trotz 21 Sponsoren, die einen Euro pro gelaufenen Kilometer spendeten, und einer guten Organisation fanden nur wenige Walker den Weg zum Emssee. „Ich weiß nicht, warum so wenig Leute gekommen sind“, sagte ein enttäuschter Heinrich Hüning: „Wir haben uns so viel Mühe gegeben und Werbung gemacht.“

Die Walker, die sich am Lauf beteiligten, hatten trotz des Nieselregens sichtlich Spaß und liefen mehrere Kilometer. Für das leibliche Wohl war mit Brezeln, Rostbratwürstchen, Tee und Wasser bestens gesorgt.

Die allerletzte Aktion von „Wafaceh“ findet am 6. Dezember mit einem Gottesdienst in St. Marien statt. Pater Helmut Thometzki, der jahrelang aktive Hilfe in Indonesien geleistet hat, zelebriert die Messe.

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