Kein Nachbarschafts-Karneval mehr
Ganz großer Aschermittwoch

Freckenhorst -

Zu wenig Interessenten – zu hohe Betriebskosten für den Saal: Deswegen wird es in dieser Session keinen Nachbarschaftskarneval in Freckenhorst geben.

Freitag, 07.11.2014, 10:11 Uhr

Die Karnevalsparty der Freckenhorster Nachbargemeinschaften wird ausfallen. Die Veranstalter finden keinen geeigneten Saal.
Die Karnevalsparty der Freckenhorster Nachbargemeinschaften wird ausfallen. Die Veranstalter finden keinen geeigneten Saal. Foto: Engbert

Jahrelang hatte das Karnevalsfest der Freckenhorster Nachbargemeinschaften seinen festen Platz im Terminkalender. In Zukunft fällt das beliebte Fest aus. Dies bestätigte Rebecca Elsner , Vorsitzende der Nachbargemeinschaft Kühl-Stadtmitte, jetzt auf WN-Anfrage.

„Wir hätten auch in der kommenden Session wieder gerne unser Fest gefeiert“, sagte Rebecca Eslner, „allerdings haben wir keinen Saal für unsere Feier.“ In den vergangenen Jahren sei die Besucherzahl kontinuierlich auf rund 140 Narren zurückgegangen. Um dem Fest einen würdigen Rahmen zu verleihen, habe man das Gespräch mit Gastwirt Theo Dühlmann geführt, ob der bislang genutzte Saal nicht verkleinert werden könne. Dühlmann habe aber bezweifelt, ob es überhaupt noch Sinn mache, Karneval mit so wenigen Leuten zu feiern und seinen Saal nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Der Gastwirt findet es „schade, dass das Fest nicht mehr richtig von der Bevölkerung angenommen wird“. Früher hätten die Nachbargemeinschaften mit zahlreichen Gästen rauschende Karnevalsabende veranstaltet und bei Musik und Tanz die Geselligkeit gepflegt. „Es bringt nichts, wenn nur ein aktiver Kreis feiert“, sagte Dühlmann. Damit die Veranstaltung für beide Seiten weiter Sinn gemacht hätte, hätten rund 200 Gäste kommen müssen. Trotz der Argumente von Theo Dühlmann ist nicht nur Rebecca Elsner enttäuscht: „Es ist schade, dass das Ehrenamt mit Füßen getreten wird.“

Da andere Gaststätten bereits belegt sind oder abgelehnt haben, müssen die Organisatoren das Fest nun ausfallen lassen. Elsner glaubt nicht an eine Neuauflage in den kommenden Jahren: „Wenn die Leute einmal woanders Karneval gefeiert und gute Erfahrungen gemacht haben, kommen sie so schnell nicht wieder.“

Und noch eine Veranstaltung die traditionell im Stiftshof stattfindet, sorgt in Freckenhorst zurzeit für Gesprächsstoff: Für die Seniorenehrentage und Bunten Abende der Tanz- und Theatergruppe der Frauengemeinschaft verlangt Dühlmann nun eine Energiekostenpauschale. „Andere Vereine müssen die Pauschale schon seit Jahren bezahlen“, sagt der Wirt. Schließlich müsse der Saal, egal wie viele Gäste kommen, beheizt sein: „Die Pauschale wird aber nur für die Saalnutzung erhoben.“ Während Margret Naatz, Organisatorin der Seniorenehrentage und bunten Abende, sich auf WN-Anfrage nicht zur Problematik äußern wollte, sagte Marion Bause vom KFD-Lenkungsteam: „Die Veranstaltung findet auch in Zukunft wie gewohnt statt.“ Es könne jedoch sein, dass die Eintrittskarten teurer werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2859175?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F2592865%2F4852655%2F
Großfeuer am FMO: Ursache bislang unklar
Die betroffenen Fahrzeuge auf den Ebenen 1 und 2 verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Insgesamt waren 72 Autos betroffen.
Nachrichten-Ticker