Konflikttraining: Gesamtschule mischt sich ein
Zivilcourage fällt nicht vom Himmel

Warendorf -

Ab Ende November werden auch alle Fünftklässler der Gesamtschule ein zweistündiges Training mit Sibylle Rosenberger und Deeskalationstrainer Lars Geisler absolvieren. Denn: „Zivilcourage fällt nicht vom Himmel!“ Die 150 Schüler der Eingangsklassen sollen demnächst, wenn nötig, Zivilcourage auch auf dem Schulhof zeigen – und auch anderswo.

Donnerstag, 20.11.2014, 15:11 Uhr

Setzen sich für Zivilcourage ein (v.l): Schulsozialarbeiter Markus Kleinhofer, Beratungslehrerin Eva Schlechter, Projektleiterin Sibylle Rosenberger, Beratungslehrer Detlef Sult, Schulleiterin Gertrud Korf und Liedermacher Hans-Martin Prolingheuer.
Setzen sich für Zivilcourage ein (v.l): Schulsozialarbeiter Markus Kleinhofer, Beratungslehrerin Eva Schlechter, Projektleiterin Sibylle Rosenberger, Beratungslehrer Detlef Sult, Schulleiterin Gertrud Korf und Liedermacher Hans-Martin Prolingheuer. Foto: Wiening

Über 100 Eltern und Lehrer kamen in die Mensa der Warendorfer Gesamtschule . Hier stellte Konfliktberaterin Sibylle Rosenberger das Projekt „ Zivilcourage – Wir mischen uns ein!“ vor.

Beratungslehrer Detlef Sult hatte vor einiger Zeit Schulleiterin Gertrud Korf auf das Projekt aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit ihr und weiteren Lehrern wurde das Zivilcourage-Projekt, das von der Techniker Krankenkasse (Projekt: Gesunde Schule) unterstützt wird, an die Schule geholt. Gestartet wurde mit 15 Lehrern und Lehrerinnen der fünften Klassen, die vor einiger Zeit eine Fortbildung zu dem Thema besuchten.

Kurz darauf durften 18 Schüler der siebten Klassen an einem so genannten „Helfer-Training“ teilnehmen. Sie wurden für Situationen sensibilisiert, in denen Zivilcourage von Nöten ist. Am Mittwochabend dann waren die Eltern und restlichen Lehrer der Schule dran. Projektleiterin Sibylle Rosenberger wollte auch sie animieren, sich mit dem Thema Zivilcourage auseinanderzusetzen.

„Die Frage ist ja auch: Was können Eltern tun? Wie leben sie ihren Kindern Zivilcourage richtig vor?“, erklärt die Konfliktberaterin den den Zweck des Elternabends.

„Jeder kann unverschuldet in eine Notsituation geraten. Darauf möchten wir die Kinder altersgerecht und persönlichkeitsbezogen vorbereiten. Zivilcourage heißt erstmal, einfach richtig hinzugucken“, erläutert die Referentin weiter. Mit spannenden Informationen, Hintergrundwissen, mit einigen Theaterimpulsen und live interpretierten Liedern von Liedermacher Hans-Martin Prolingheuer lernten die vielen Eltern und Lehrer einiges über Zivilcourage.

Ab Ende November werden auch alle Fünftklässler der Gesamtschule ein zweistündiges Training mit Sibylle Rosenberger und Deeskalationstrainer Lars Geisler absolvieren. Denn: „Zivilcourage fällt nicht vom Himmel!“ Die 150 Schüler der Eingangsklassen sollen demnächst, wenn nötig, Zivilcourage nicht nur auf dem Schulhof zeigen – auch anderswo.

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