Westpreußisches Landesmuseum öffnet am 9. Dezember
Bereicherung für das Kulturleben

Warendorf -

Im Kreuzgang und im Obergeschoss des Klostergebäudes aus dem 17. Jahrhundert ist in den vergangenen Monaten eine völlig neue Dauerausstellung entstanden. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass die vielfältige Geschichte der Region um Danzig am Unterlauf der Weichsel heute zunehmend aus dem Bewusstsein der Bundesbürger verschwindet. Deswegen wird im Westpreußischen Landesmuseum nicht nur eine Geschichte dieser Region erzählt, sondern auch versucht, ein Stück ihrer früheren Bedeutung zu rekonstruieren:

Freitag, 21.11.2014, 15:11 Uhr

Nach dem Umzug aus Münster-Wolbeck öffnet das Westpreußische Landesmuseum (WLM) am 9. Dezember am neuen Standort Warendorf seine Tore: lm ehemaligen Franziskanerkloster am Rande des historischen Kerns der westfälischen Kreisstadt Warendorf lädt das Museum Besucher zu spannenden „Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturregion” (so das neue Motto des WLM) ein. Ab 9. Dezember ist das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Trägerin des WLM ist die Kulturstiftung Westpreußen, gefördert wird das Haus unter anderem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Besucher erwartet eine neu konzipierte Dauerausstellung: Im Kreuzgang und im Obergeschoss des Klostergebäudes aus dem 17. Jahrhundert ist in den vergangenen Monaten eine völlig neue Dauerausstellung entstanden. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass die vielfältige Geschichte der Region um Danzig am Unterlauf der Weichsel heute zunehmend aus dem Bewusstsein der Bundesbürger verschwindet. Deswegen wird im WLM nicht nur eine Geschichte dieser Region erzählt, sondern auch versucht, ein Stück ihrer früheren Bedeutung zu rekonstruieren: Wofür stand diese Gegend einmal, was hat man mit ihr verbunden? Wer waren die Akteure (darunter Deutsche, Polen, Kaschuben und Niederländer), die zu ihrer Entwicklung beigetragen haben? Die Ausstellung berichtet davon mit einer Vielfalt an Exponaten, darunter besondere Stücke wie die aus dem 17. Jahrhundert stammende Tapisserie des Eggert von Kempen oder eine Reihe von Gemälden des aus Marienburg in Westpreußen stammenden Expressionisten Bruno Krauskopf. Verschiedene Medienstationen und eine zuweilen überraschende Ausstellungsarchitektur runden die „Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturregion” ab.

Das Kulturangebot der Stadt Warendorf, die das Museum ebenfalls fördert, wird mit dem neuen Haus maßgeblich bereichert. In Zukunft sollen mit verschiedenen Partnerinstitutionen innerhalb der Stadt gemeinsame Programme und Vermittlungsformate entwickelt werden, so dass sich das WLM am neuen Standort schnell als fester Bestandteil des Kulturlebens integrieren kann.

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