Energiesparen macht Schule
Schulen sparen 70 Tonnen CO² ein

Warendorf -

Energiesparen macht Schule: Vertreter aller Warendorfer Schulen bekamen jetzt von Bürgermeister Jochen Walter die Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme überreicht

Mittwoch, 03.12.2014, 17:12 Uhr

Die Vertreter der Schulen bekamen gestern im Rathaus von Bürgermeister Jochen Walter die Urkunden und Prämien für ihre Energiesparbemühungen überreicht.
Die Vertreter der Schulen bekamen gestern im Rathaus von Bürgermeister Jochen Walter die Urkunden und Prämien für ihre Energiesparbemühungen überreicht. Foto: Hagemeyer

69,8 Tonnen COhaben die Warendorfer Schulen im Jahr 2013 eingespart. Das wirkt sich auf die Energiekosten aus, die Kosteneinsparungen betragen 40 463 Euro. Die Ersparnis zahlt sich für die Schulen in barer Münze aus, denn sie bekommen einen Teil als Prämien für ihre Sparbemühungen. Das Projekt heißt „ Energiesparen macht Schule“.

Vertreter aller Warendorfer Schulen bekamen gestern im Rathaus von Bürgermeister Jochen Walter die Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme überreicht. Energieberaterin Bettina Baron vom Büro e & u, das die Aktion schon seit mehr als zehn Jahren begleitet, stellte die Ergebnisse im Detail vor. Als Referenz gilt das Jahr 2008. Darauf bezogen haben die Schulen im vergangenen Jahr 20,6 Prozent weniger Wasser, 3,7 Prozent weniger Heizenergie und 1,4 Prozent weniger Strom verbraucht. Beim Blick in die detaillierten Statistiken gibt es einige Auffälligkeiten, sowohl positive als auch negative. So hat die Dechant-Wessing-Schule 44 Prozent weniger Wasser verbraucht. „Wohl weil das Händewaschen verboten wurde“, wie Bürgermeister Walter augenzwinkernd anmerkte. Auf der anderen Seite ist der Wärmebedarf der Bodelschwinghschule um rund 30 Prozent gestiegen. Um diesen Auffälligkeiten auf den Grund zu gehen begleitet das Ingenieurbüro das Projekt. Alle Schulen haben einen Energiebeauftragten und die externen Experten gehen in regelmäßigen Abständen durch die Gebäude und überprüfen die Parameter. Am Augustin-Wibbelt-Gymnasium ist zum Beispiel der Stromverbrauch um 15 Prozent gestiegen. „Dort ist die Beleuchtung in der Sporthalle erneuert und eventuell nicht optimal eingestellt worden“, sagte Baron.

Das eingesparte Geld geht zu 45 Prozent an die Stadt, zehn Prozent bekommt das Energiebüro und die restlichen 45 Prozent werden nach einem Schlüssel, in dem unter anderem die Schülerzahl eine Rolle spielt an die einzelnen Schulen verteilt. So gab es für das Gymnasium Laurentianum mehr als 2000 Euro Prämie. Die Schulen können frei über das Geld verfügen, unter anderem ist es in den vergangenen Jahren für Pausenspielzeug, Projekte, aber auch für neues Werkzeug für die Hausmeister ausgegeben worden. Allerdings haben nicht alle Schulen das Geld abgerufen, rund die Hälfte der Prämien des vergangenen Jahres ist noch in der Stadtkasse.

Die Verwaltung wird die Schulen jetzt noch einmal anschreiben. Das Projekt wird in den nächsten zwei Jahren fortgesetzt, dann mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums , das die Projektkosten trägt. Für die Schulen werden damit die Anforderungen erhöht, ab sofort gilt das Jahr 2012 als Referenz. Aber wenn sie erfolgreich sind, dürfen sie einen größeren Teil der eingesparten Summe behalten.

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