Augustin-Wibbelt-Gymnasium
Neue Prognose: AWG hat eine gute Zukunft

Warendorf -

Das so genannte Gutachten zur Zukunft des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums (siehe WN vom Donnerstag), das eine Auflösung der Schule prognostiziert, hat in der Warendorfer Schulpolitik für heftigen Wirbel gesorgt.

Freitag, 05.12.2014, 22:12 Uhr

Andrea Blacha ( CDU ): „Unsere schlimmsten Vermutungen werden bestätigt.“ Ihre Partei habe immer schon die im Zusammenhang mit dem AWG genannten Prognosezahlen in Zweifel gezogen. Der gleiche Gutachter, der im Januar noch eine Bestandsgefährdung für das AWG verneint habe, rede nun von Auflösung der Schule. Als skandalös bezeichnete Blache die Art und Weise, wie man von diesen Aussagen erfahren habe. Es sei erschreckend, wie mit Zahlen Entscheidungen in bestimmte Richtungen gelenkt würden. Tröstlich sei nur eins: „Alle Prognosen für das AWG haben bislang nicht zugetroffen.“

Bürgermeister Jochen Walter machte im Schulausschuss allerdings deutlich, dass die Stadtverwaltung sich den Schlussfolgerungen des Gutachters Dr. Garbe nicht anschließe: „Das ist in Teilen fehlerhaft.“ Es gebe Widersprüche, die aufgeklärt werden müssten. Belastbare Ergebnisse habe das Gutachten nicht vorgelegt. Walter: „Egal, was im Gutachten steht, das AWG hat eine wichtige Funktion.“ Er warnte vor der Gefahr, dass die Schule in schlechtes Licht gerückt werde.

Kämmerer Dr. Martin Thormann bezeichnete die von Garbe vorgelegten Prognosen als „Papier, das kein Gutachten, sondern allenfalls eine Vorentwurf ist“. Es habe als Grundlage für weitere Diskussionen dienen sollen.

Ein Argument, das Martin Schulte (CDU), der stellvertretende Schulleiter des AWG, nicht so stehen lassen wollte: „Die Prognosen sind so haarsträubend falsch, das hätte man nicht einfach so weiterleiten dürfen.“ Ralph Perlewitz (CDU) fragte sich, welchen Wert ein Gutachten habe, das man erst mal von Grund auf überarbeiten müsse. „Vielleicht muss man mit Gutachten einfach kritischer umgehen?“

Der Schulausschuss hatte am Donnerstagabend allerdings spürbar wenig Lust, das strittige Papier ausführlicher zu diskutieren. Günter Belt ( FDP ) wie Peter Marberg (SPD) schlugen vor, die Sache erst mal auf sich beruhen zu lassen – und in der kommenden Sitzung neu zu erörtern. Marberg: „Wir sollten besser darüber reden, welche Perspektiven das AWG in den neuen schulischen Strukturen hat.“ Und Bürgermeister Walter betätigte sich als Prophet: „Das AWG hat eine gute Zukunft.“

Schüler und Lehrer dürften sich freuen, wenn es so kommt.

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