A night at the Opera
Hommage an „Queen“

Warendorf -

Normalerweise ist der Silvesterabend im Theater am Wall ja den drei Kabarettisten von „Storno“ vorbehalten, aber in diesem Jahr war alles etwas anders. Diesmal ging es zwar auch durch die Zeit zurück, aber eben fast 40 Jahre. Das niederländische Vocalquartett „Rock4“ hat sich der Welt der legendären britischen Rockband „Queen“ mit ihrem Ausnahmemusiker und Selbstdarsteller Freddy Mercury verschrieben, sich an das eigentlich unmögliche Unterfangen einer Neubelebung von „A night at the Opera“ gemacht.

Freitag, 02.01.2015, 06:01 Uhr

Das niederländische Vocalquartett „Rock4“ wählte einen respektvollen Umgang mit den legendären Songs der Rockgruppe Queen, kleidete sie kunstvoll und versiert in ein sehr differenziertes vokales Gewand.
Das niederländische Vocalquartett „Rock4“ wählte einen respektvollen Umgang mit den legendären Songs der Rockgruppe Queen, kleidete sie kunstvoll und versiert in ein sehr differenziertes vokales Gewand. Foto: Engels

Dieses vierte Studioalbum aus dem Jahre 1975 mit dem Titel des Films der Marx Brothers hat die Welt des Rock revolutioniert, mit den Songs von „A night of the Opera“ tourte Queen von Großbritannien aus nach den USA , Japan und Australien. Die Songs aus der Feder von Freddy Mercury , Brian May, John Deacon und Roger Taylor kennt man alle, so dass diese Hommage gleichsam auch eine Reise in die eigene Vergangenheit für die ganz vielen Rockliebhaber mit a-cappella-Vorliebe wurde. Während in Musicalproduktionen bei Queen-Songs eine mit Kostümen und Lichtshow aufgetakelte Effekthascherei betrieben wird, machten es die vier sympathischen Sänger ganz anders. Sie wählten einen respektvollen Umgang mit den legendären Songs, kleideten sie kunstvoll und versiert in ein sehr differenziertes vokales Gewand. Außerdem bereicherten sie ihre Huldigung an Queen mit weiteren Hits dieser Gruppe, wobei sie eine sensible Dramaturgie im Ablauf spüren ließen. Das Publikum in Warendorf ist ja von diversen a-cappella-Formationen verwöhnt, aber solch eine ausdrucksstarke Gesangkultur wie bei „ Rock4 “ hat man wohl auch hier noch nicht erlebt. In die fantastische Welt ging es mit der „Bohemian Rhapsody“ und der „Killer Queen“, natürlich durften auch „Sweet lady“ und „Somebody to love“ im Reigen der inspirierenden Melodien nicht fehlen. „Rock4“ zeigte sich dabei als Wegbegleiter in diese längst vergangene Zeit, solche Welthits haben eben selbst nach so langer Zeit nichts von ihrer Strahlkraft verloren.

Dabei ließen die vier Maastrichter Sänger ihre eigene Künstlerpersönlichkeit in ihre Interpretation wie bei „Innuendo“, „You‘re my best friend“ und „You take my breath away“ einfließen, boten so keine Coverversion, sondern quasi bis ins kleinste Detail konzipierte Nachschöpfungen. Das war vielleicht etwas gewagt, aber immer schlüssig und eröffnete eine ganz neue Sichtweise auf diese allseits bekannten Songs.

Als wahrer musikalischer Spaß erklang das „Seaside Rendezvous“, bei dem Freddy Mercury und Roger Taylor ja ein Blasorchester aus den 1920er Jahren imitiert haben. Wenn Luc Devens mit seiner starken Bühnenpräsenz sowie Lucas Blommers, Luc Nelissen und Björn Sterzenbach ihre Stimmen erhoben, genoss man den Inhalt jedes Songs jenseits der vom Rock her bekannten Sounds. Gemäß dem „The show must go on“ reihten sie die Hits aneinander, ließen sich als „Good old fashioned Loverboy“ in ihrer Neuentdeckung von „A night at the Opera“ von nichts bremsen. Als grandioses Finale gab es dann eine Fassung der „Bohemian Rhapsody“ die innovativ und inspirierend eine Brücke baute zwischen den Queen-Puristen und den a-cappella-Fans.

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