Aktionen zum Equal Pay Day
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Warendorf -

Die Gründe für den Entgeltunterschied zwischen Mann und Frau sind nach Ansicht der Organisatorinnen facettenreich. „Oftmals haben Frauen nur eine eingeschränkte Berufswahl, weil technologische Berufe von Männern dominiert sind“, weiß Klaphecke. In der Regel entscheiden sich Frauen deshalb für kaufmännische Ausbildungen oder geisteswissenschaftliche Studienfächer. „Doch in diesen Bereichen verdienen sie später deutlich schlechter als männliche Naturwissenschaftler“, kritisiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Zudem sei der Anteil an ausschließlich geringfügig beschäftigten Frauen im Kreis Warendorf mit 27,7 Prozent besonders hoch.

Montag, 16.03.2015, 16:03 Uhr

Die drei Organisatorinnen Margret Klaphecke (v. l.), Ingeborg Pelster und Marion Bause präsentieren die roten Umhängetaschen, die sie am 20. März zum Equal Pay Day verteilen wollen.
Die drei Organisatorinnen Margret Klaphecke (v. l.), Ingeborg Pelster und Marion Bause präsentieren die roten Umhängetaschen, die sie am Equal Pay Day verteilen wollen. Foto: Maschmann

Wie das statistische Bundesamt ermittelt hat, beträgt die Lohnkluft zwischen Frauen und Männern etwa 22 Prozent. Umgerechnet müssen Frauen also 79 Tage mehr arbeiten, damit sie das jährliche Gehalt eines männlichen Kollegen verdienen. Um auf diese prekäre Situation aufmerksam zu machen, veranstaltet die Gleichstellungsbeauftragte Ingeborg Pelster zusammen mit Marion Bause (KFD St. Bonifatius Freckenhorst) und Margret Klaphecke (Bundesagentur für Arbeit) am Freitag (20. März) erstmals einige Aktionen zum Equal Pay Day in Warendorf . Die Gründe für den Entgeltunterschied zwischen Mann und Frau sind nach Ansicht der Organisatorinnen facettenreich. „Oftmals haben Frauen nur eine eingeschränkte Berufswahl, weil technologische Berufe von Männern dominiert sind“, weiß Klaphecke. In der Regel entscheiden sich Frauen deshalb für kaufmännische Ausbildungen oder geisteswissenschaftliche Studienfächer. „Doch in diesen Bereichen verdienen sie später deutlich schlechter als männliche Naturwissenschaftler“, kritisiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Zudem sei der Anteil an ausschließlich geringfügig beschäftigten Frauen im Kreis Warendorf mit 27,7 Prozent besonders hoch.

Zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Doris Kaiser und FDP-Ratsfrau Anita Stakenkötter wird die KFD St. Bonifatius am kommenden Freitag zwischen 9 und 12 Uhr am Edeka-Markt Hanewinkel in Freckenhorst Flyer und rote Umhängetaschen verteilen. Am Nachmittag findet in der katholischen Pfarrbücherei eine Vorlesestunde für Kindergartenkinder statt, bei der auf die Aktion hingewiesen werden soll. Ingeborg Pelster wird zwischen 9.30 und 12.30 mit einem Infostand vor der Volksbank vertreten sein. Sie hofft darauf gute Gespräche führen zu können.

Mit ihren Aktionen wollen die drei Frauen Aufklärungsarbeit betreiben und eine Debatte anstoßen.

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