WSU hebt Mitgliedsbeiträge an
Familienbeitrag soll um 84 Euro steigen

Warendorf -

WSU-Präsident Ralf Sawukaytis hält eine Erhöhung nach sechs Jahre stabilem Mitgliedsbeitrag für gerechtfertigt. „Wir werden künftig erhebliche Kostensteigerungen haben.“ Er begründet die Erhöhung vor allem mit gestiegenen Kosten im Verwaltungsapparat der WSU.

Samstag, 20.06.2015, 06:06 Uhr

Die Jahreshauptversammlung der Warendorfer Sportunion am kommenden Montag wird den Mitgliedern neben vielen positiven Erkenntnissen und sportlichen Leistungen auch eine bittere Pille servieren. Die WSU mit ihren circa 3500 Mitgliedern möchte zum 1. Oktober die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Das gilt auch für die ehrenamtlichen Trainer im Verein.

So soll der Jahresbeitrag für eine Familie von 252 auf 336 Euro steigen. Mehrkosten von 84 Euro im Jahr. Der Mitgliedsbeitrag für die bis zu 18-Jährigen soll von 78 auf 108 Euro angehoben werden (Neu: 27 Euro im Quartal). Die Gruppe der über 18-Jährigen zahlte bislang 114 Euro. Hier ist eine Erhöhung auf 144 Euro geplant (Neu: 36 Euro pro Quartal). Bei den Senioren (65 bis 70 Jahre) steigt der Beitrag von 84 auf 108 Euro. Die Gruppe der 70 bis 80-jährigen Senioren sollen künftig 84 Euro (bislang 60 Euro) zahlen. Wer das 80. Lebensjahr erreicht hat, wird bei der WSU auch weiterhin nicht zur Kasse gebeten.

WSU-Präsident Ralf Sawukaytis hält eine Erhöhung nach sechs Jahre stabilem Mitgliedsbeitrag für gerechtfertigt. „Wir werden künftig erhebliche Kostensteigerungen haben.“ Er begründet die Erhöhung vor allem mit gestiegenen Kosten im Verwaltungsapparat der WSU. Die dritte Kraft in der Geschäftsstelle, das Einführen von Stundenzetteln, die die 450-Euro-Kräfte zu führen hätten und die monatliche Kontrolle, ob der Mindestlohn von 8,50 Euro auch eingehalten wird, das alles würde den Haushalt der WSU belasten. Das sei die eine Seite, so Sawukaytis, die andere: Nicht nur bei den Personalkosten (Trainer/Betreuer) gebe es Steigerungen. Immer höhere Anforderungen kämen auf den Vorstand zu. „Unser Mitglieder verlangen ,auch zu recht, einen gut ausgebildeten Trainer beziehungsweise Betreuer. Sie wollen sichergestellt wissen, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Und das kostet.“

Aber auch Turn- und Sportgeräte wollen bezahlt werden. Und Sawukaytis machte nur an vier Beispielen die Rechnung auf: Kampfanzug für Jujutsu 800 Euro, Kippsicherung für die Fußballtore 5000 Euro, Sprungtisch für die Turner 4000 Euro und 6200 Euro hätte ganz aktuell gern die Judoabteilung für neue Matten. Diese Anschaffungen, sagte der WSU-Präsident gegenüber unserer Zeitung, seien durch Zuschüsse allein nicht zu finanzieren. Und Rücklagen könne die WSU schon lange nicht mehr bilden. „Eng wird es, wenn plötzlich ein Sponsor abspringt.“

Um so mehr plädiert Sawukaytis an die Delegierten , der Beitragserhöhung am Montag zuzustimmen. Dem Vorstand liegt zur Neugestaltung des Beitragswesens ein Antrag aus den eigenen WSU-Reihen vor, wonach die Mitgliedsbeiträge nach Abteilungen gestaffelt erhoben werden sollen. Bislang ist es so: Einmal zahlen und alle Sportarten der WSU nutzen. Sawukaytis hält nichts von diesem Antrag. Diese Auffassung teile nicht nur er allein, sondern die Mehrheit der Abteilungsvorstände sowie auch der Gesamtvorstand: „Wo gibt es noch so etwas, dass eine ganze Familie für 336 Euro im Jahr alle unsere Sportarten nutzen kann? Das macht uns WSU doch gerade erst aus.“

Bekannt ist, dass die Fußball- und Handballabteilungen die kostenträchtigsten in der Warendorfer Sportunion sind. Der Antrag einer nicht genannten Abteilung zielt nun darauf ab, diese teuren Abteilungen nicht länger mitbezahlen zu wollen. Gewünscht wird ein Beitrag, der individuell für jede Abteilung gezahlt wird – eventuell plus eines Grundbeitrags. Die Delegierten-Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Kolpinghaus.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3334371?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852641%2F4852648%2F
Nachrichten-Ticker