WSU-Versammlung ohne Gegenwind
Logo und Beiträge beschlossene Sache

Warendorf -

Zuschüsse allein reichen nicht mehr, rechtfertigte WSU-Präsident Ralf Sawukaytis die beschlossene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Man müsse schon sein Scherflein als WSU-Mitglied dazu beitragen.

Dienstag, 23.06.2015, 10:06 Uhr

Ja zum neuen Logo und zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Auf der Delegiertenversammlung der WSU wurden beide Punkte von 99 Delegierten ohne große Diskussion abgesegnet. Etwa ein Drittel der Stühle aber blieb frei.
Ja zum neuen Logo und zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Auf der Delegiertenversammlung der WSU wurden beide Punkte von 99 Delegierten ohne große Diskussion abgesegnet. Etwa ein Drittel der Stühle aber blieb frei. Foto: Penno

Nun ist es amtlich: Die Warendorfer Sportunion bekommt ein neues Logo, die Mitgliedsbeiträge werden zum 1. Juli 2015 angepasst und die Delegiertenversammlung wird auch künftig an einem Montagabend stattfinden.

Damit war in der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins am Montag im Kolpinghaus in knapp anderthalb Stunden alles Wichtige besprochen. 99 Delegierte waren dabei, etwa ein Drittel der Stühle aber blieb frei.

Ein wichtiges Thema war das Logo, obwohl das bereits beschlossene Sache war. Viel Aufregung darum hatte es in den vergangenen Wochen gegeben. Erstaunlich war es deshalb, dass nur 25 Prozent der 2246 stimmberechtigten Mitglieder überhaupt auf die Abstimmung reagierten und sich auch sonst kaum jemand öffentlich zu Wort meldete. „Ich hatte mit mehr Reaktionen gerechnet“, wunderte sich WSU-Präsident Ralf Sawukaytis .

Nun wurde das neue Logo, um genau zu sein, der Vorschlag Nummer vier mit einem schlichten Design, angenommen. „Ich hoffe, dass die Diskussionen nun beendet sind!“, wünschte sich Sawukaytis.

Das alte Logo wird schrittweise durch das neue ersetzt, jede Abteilung erhält eine CD mit den entsprechenden Daten, „peu à peu sollen die Logos ausgetauscht werden. „Das wird ein schleichender Übergang sein“, so der WSU-Präsident. Und er rechnet mit einer Übergangsphase von ein bis zwei Jahren, „mich würde es aber nicht wundern, wenn es hier und da auch fünf Jahre dauert.“

Das nächste große Thema war die Anpassung der Beiträge. Nach sechs Jahren unverändert stabilen Mitgliedsbeiträgen sei das nun nötig, hieß es von Seiten des Vorstands.

Begründet wird die Erhöhung vor allem mit gestiegenen Kosten im Verwaltungsapparat der WSU. Die dritte Kraft in der Geschäftsstelle, das Einführen von Stundenzetteln, die die 450-Euro-Kräfte zu führen haben, und die monatliche Kontrolle, ob der Mindestlohn von 8,50 Euro auch eingehalten wird, das alles belaste den WSU-Haushalt.

Ein großer Ausgabeposten sei auch die Ausbildung der Trainer und Betreuer. „Unsere Mitglieder verlangen zu recht, einen gut ausgebildeten Trainer oder Betreuer. Sie wollen sichergestellt wissen, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Und das kostet“, unterstrich der WSU-Präsident. Hinzu kämen die Kosten für die Anschaffung von Materialien und Sportart-spezifischer Bekleidung.

Zuschüsse würden da allein nicht mehr ausreichen, so Sawukaytis. Man müsse schon sein Scherflein dazu beitragen.

Wichtig für den Vorstand war, das die Beitragsstruktur so bleibt, wie sie ist: Ein Beitrag für alle Abteilungen. Ein Antrag, pro Mitglied einen Grundbeitrag für den Gesamtverein plus einem Beitrag für die einzelne Abteilung zu entrichten, wurde abgelehnt. „Einmal zahlen und alle Sportarten nutzen – das macht uns WSU aus“, betonte Sawukaytis.

Ab 1. Juli dieses Jahres steigen die Beiträge für jedes Mitglied um rund 30 Euro an. Der Familienbeitrag klettert von 252 auf 336 Euro im Jahr. Mehrkosten: 84 Euro.

Um beim Geld zu bleiben: Schatzmeister Michael Feidieker gab einen Überblick über die aktuelle Situation. Anlass zur Sorge besteht aber nicht. „Ich gehe davon aus, die Einnahmen zu steigern“, erklärte Feidieker. Aber er mahnte auch: „Wir finanzieren uns durch unser Barvermögen. Wir müssen Sponsoren finden!“

Blieb noch der dritte Antrag des Abends: Ein Mitglied wollte die Delegierten-Versammlung künftig auf einen Sonntag verlegt wissen, falls dem nicht zugestimmt werde, solle rotiert werden – von Montag auf Mittwoch im folgenden Jahr . . . Beides wurde allerdings abgelehnt.

Ohne Ehrungen ging auch die diesjährige Versammlung nicht über die Bühne. Für seine langjährige Treue zur WSU bekam der frühere Leichtathlet Hermann Becker die Ehrennadel in Gold überreicht, Markus Kalina (Radsport) und Olaf Schröder (Turnen) wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Für die erste Mannschaft der Turnerinnen gab es zum Aufstieg in die Oberliga eine Ehrengabe.

Bei den anschließenden Wahlen blieb alles beim alten: Ralf Sawukaytis wurde als Präsident wiedergewählt. Peter Strüwing bleibt Zweiter Vorsitzender, die Position des Sportleiters bleibt weiter vakant.

Eine Veränderung gibt es im Beirat. Nach dem Austritt von Carsten Mensing besteht dieses Gremium vorläufig nur aus zwei Personen: Reinhard Oertker und Volker Willemsen wurden wiedergewählt. „Da suchen wir noch jemanden, der sich mit Sport und Geschäften auskennt“, erstellte Sawukaytis ein grobes Anforderungsprofil.

Zumal mit Oberst Bernd Grygiel ein weiteres Mitglied ausscheidet: Der Kommandeur der Sportschule wird Warendorf im Dezember verlassen und in den Ruhestand gehen. Ralf Sawukaytis bedankte sich mit einem Fotobuch für die „tolle Zusammenarbeit“ in den vergangenen drei Jahren.

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