Wanderreiten in der Pferdestadt
Reiterträume an der Ems

Warendorf -

Naturbelassene Strecken, idyllische Höfe, die passende Gastronomie am Wegesrand inklusive Anbindebalken – die Münsterland-Reitroute ist ein Traum für Pferd und Reiter. Insbesondere die Pferdestadt Warendorf trumpft jetzt mit neuen Strecken-Highlights auf – die WN haben es ausprobiert!

Samstag, 12.09.2015, 08:09 Uhr

Vom Sattel aus bieten sich dem Reiter an jeder Ecke neue Perspektiven.
Vom Sattel aus bieten sich dem Reiter an jeder Ecke neue Perspektiven. Foto: Hartmeyer

„Bialla“ ist ein eifriges kleines Pferdchen: Tripptrapp setzt die weiße Stute Huf vor Huf. Selbst an der Furt zögert die Isländerdame, deren Name übersetzt „Glöckchen“ bedeutet, nicht, sondern patscht munter durchs Wasser. Lediglich beim Gullideckel schaut sie etwas misstrauisch drein. Ob der wohl Pferde verschlingt?

Wie gut, dass Bialla an diesem Tag kaum Gullideckel zu sehen bekommt. Denn die Warendorfer Reitroute – prominenter Bestandteil der Münsterland-Reitroute – besticht vor allem durch eines: durch die traumhafte Kulisse der Münsterländischen Parklandschaft, kombiniert mit bestens präparierten Reitstrecken.

Mit 80 000 Vierbeinern ist das Münsterland „die“ Pferderegion Deutschlands. Grund genug für den Münsterland e.V., gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern vor Ort eine Reitroute zu etablieren, die ihresgleichen sucht. Vor fünf Jahren an den Start gegangen, umfasst sie inzwischen rund 1000 Kilometer quer durch alle Kreise und die Stadt Münster. Ehrensache, dass Warendorf dabei als erklärte Pferdestadt eine besondere Stellung einnimmt. „Reiten hat viele Gesichter – unser Beitrag zur Reitroute ist das touristische“, berichtet Bürgermeister Jochen Walter . „Wir werben selbstbewusst damit, denn das ist eine Warendorfer Spezialität!“

Wie Christine Schneider , Tourismusbeauftragte beim Kreis Warendorf, betont, sind in der Pferdestadt „auf vielen kleinen Dienstwegen“ große Attraktionen für Reiter und Vierbeiner entstanden. In der jüngeren Zeit sind weitere Abschnitte hinzubekommen, die ganz spezielle Highlights versprechen und abwechslungsreiche Rundkurse für Tagestouren möglich machen. „Ein Beispiel sind die neuen Wegabschnitte entlang der Ems“, schildert die Expertin. „Traumhaft! So etwas findet man nur hier!“

Ein Bild, das sich im weiteren Verlauf der Tagestour, die am Wanderreitplatz Vohren gestartet ist, fortsetzt: Im Warendorfer Norden führt der Reitweg mitten durch das neue Wohngebiet am Krankenhaus. „Wir haben das Baugebiet von Anfang an so geplant“, bestätigt Walter, „auch das ist einmalig“. So entsteht nicht zuletzt der Brückenschluss zum DOKR-Gelände, wo die Truppe mit den liebenswerten Islandpferden von Hof Vertherland in Handorf auf die Spitzensportler unter den behuften Vierbeinern trifft.

Doch auch die Kraftpakete, die über die mächtigen Geländehindernisse setzen, können Bialla nicht aus der Ruhe bringen. Die Islandstute kann nämlich selbst etwas ganz Besonderes: Sie ist eine ausgezeichnete „Tölterin“, die Spezialgangart der nordischen Pferde, bei der der Reiter fast erschütterungslos auf dem schwingenden Rücken sitzt. Den Hals stolz erhoben, schnaubt sie einmal kräftig und gibt Gas.

In der schräg stehenden Septembersonne blinken die Hufeisen der vor ihr töltenden Pferde, in der Ems fischt ein Reiher, am Wegesrand blüht die Heide. So sehen Reiterträume aus . . .

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3501953?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852641%2F4852645%2F
Eltern zwischen Angst und Hysterie
Noch ist keinem Kind wirklich etwas passiert – dennoch sind die Eltern in den Schul- und Kita-Bezirken, in denen Jungen und Mädchen von Fremden angesprochen wurden, in großer Sorge.
Nachrichten-Ticker