Digitalisierung
Der Berater im Wohnzimmer

Warendorf -

Die Zeit ist knapp, der Weg in die Filiale weit und die Beratung in Sachen Girokonto, Hausratsversicherung oder Studierendenkredit trotzdem dringend nötig? Die Sparkasse Münsterland Ost hat für solche Fälle eine Lösung parat: Die Finanzberatung per Video-Gespräch über das Internet. Der Gang in die Filiale ist künftig nicht mehr (zwingend) nötig, die Kunden können sich einen freien Termin im Onlinekalender ihrer Berater sichern und alles Notwendige auch vom heimischen Sofa aus besprechen.

Mittwoch, 07.10.2015, 10:10 Uhr

Die Sparkasse Münsterland Ost macht den Trend zur Digitalisierung mit. Vorstandsmitglied Peter Scholz (von links), Arlena Früh (Online-Beraterin), Thorsten Zucht (Bereichsleiter SparkasseDirekt) und Hasan Özdemir (Online-Berater) stellten die Finanzberatung per Video-Gespräch und Überweisungen mittels pushTAN-Verfahren vor.
Die Sparkasse Münsterland Ost macht den Trend zur Digitalisierung mit. Vorstandsmitglied Peter Scholz (von links), Arlena Früh (Online-Beraterin), Thorsten Zucht (Bereichsleiter SparkasseDirekt) und Hasan Özdemir (Online-Berater) stellten die Finanzberatung per Video-Gespräch und Überweisungen mittels pushTAN-Verfahren vor. Foto: Vera Szybalski

Das einzige, was die Kunden dafür sicher benötigen, ist eine Internet- und Telefonverbindung. Auf dem Tablet-Computer ist der Onlineberater zu sehen, zusätzlich wird alles angezeigt, was der Berater für Angebote auf seinem Bildschirm hat. Die Tonspur läuft über das Telefon. Der Berater kommt damit quasi ins Wohnzimmer. „Obwohl die Beratung über das Internet läuft, ist sie immer noch persönlich“, verwies Vorstandsmitglied Peter Scholz auf einen wichtigen Aspekt der Sparkasse: „Wir leben von der Beziehung zu unseren Kunden.“ Die wird aufrecht erhalten, auch wenn sich Berater und Kunde nicht gegenüberstehen, sondern 50 Kilometer weit entfernt voneinander sind.

Jeder Kunde hat einen festen Online-Berater. Die Termine gibt es montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Die Resonanz auf das Angebot, das es seit acht Monaten gibt, ist überwiegend positiv. Nah dran sind die Berater immer noch, manchmal sogar noch näher als früher. Ein Kunde, mit dem Arlena Früh über einen Kredit für eine neue Küche sprach, meldete sich wenig später noch mal bei der Online-Beraterin: „Der Kunde ist mit seinem iPad durch die neue Küche gegangen und hat mir alles gezeigt.“

Zum Start des Wintersemesters öffnet sich die Sparkasse nun Studierenden. „Die sind onlineaffin und sehr mobil“, sagt Bereichsleiter Thorsten Zucht . Zwischen Vorlesung und Hausarbeit können die Studierenden per Internet mit ihren Beratern über Finanzangelegenheiten sprechen. Und das funktioniert auch noch, wenn das Studium nicht mehr hier in der Region, sondern in Berlin oder Hamburg fortgesetzt wird.

Die Sparkasse reagiert mit den Online-Beratern auf den Trend zur Digitalisierung auch in Finanzfragen. Die Zahl der Online-Banking-Nutzer liegt inzwischen bei 120 000. Jeder vierte davon greift per App auf seine Konten zu. Auch dafür wurde eine Neuerung eingeführt: Seit Anfang des Monats gibt es das pushTAN-Verfahren. Ein TAN-Generator ist damit nicht mehr nötig, Überweisungen können allein mit dem Smartphone oder dem Tablet getätigt werden.

► Die neuen Wege im Zuge der Digitalisierung kann man sich bis Freitag täglich von 10 bis 18 Uhr in einer Ausstellung in der Hauptstelle Warendorf anschauen und erklären lassen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3553020?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852641%2F4852644%2F
Nachrichten-Ticker