Gründungsfeier von Round Table 230
Äpfel mit Birnen verglichen

Warendorf -

Die Wahl des ersten Präsidiums war der offizielle Gründungsakt, der am vergangenen Wochenende mit Gästen von Round Table und dem Partnerclub Ladies‘ Circle aus ganz Deutschland gefeiert wurde. „Wir sind stolz, nun einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur offiziellen Aufnahme bei Round Table Deutschland im Mai nächsten Jahres erreicht zu haben“, so der neu gewählte Präsident Daniel Hernaiz-Kleine.

Montag, 09.11.2015, 14:11 Uhr

„Während es in der Pferdestadt Warendorf um Pferdeäpfel geht, wird das gleiche tierische Produkt in Dänemark ‚hestepære‘, also übersetzt Pferdebirnen genannt“, erklärte Patrick Lerche Larsen während der Gründungsfeier des Round Table 230 Warendorf. Der 36jährige Däne ist Distriktpräsident des Service Clubs Round Table und lebt in Bielefeld. Da der Austausch über nationale Grenzen hinweg eine wesentliche Säule des internationalen Clubs sei, schloss er deshalb daraus, dass bei Round Table der Vergleich von Äpfeln mit Birnen schon mal zulässig sein könne. „Wir erwarten von unseren Mitgliedern Aufgeschlossenheit und einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus“, führte Lerche Larsen weiter aus.

Diese Einstellung konnte Gründungsmitglied Bastian Kirsch aus Oelde bereits unter Beweis stellen: Er war in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal in Südafrika beim Round Table in Rivonia, einem Stadtteil von Johannesburg, zu Gast. Im Kreis Warendorf und in Rivonia besteht im jeweiligen Land der 230. Club des Round Table. Diese Zahl ist Bestandteil des Namens und verbindet weltweit. Deshalb hatten die Südafrikaner auch Glückwünsche und einen Wimpel zur Gründung nach Warendorf geschickt.

„Auch die Round Tabler in Südafrika packen an, wo Politik und soziale Einrichtungen an ihre Grenzen stoßen“, erläutert Kirsch das weltweite Selbstverständnis des Clubs.

Round Table hat in über 70 Ländern mehr als 40 000 Mitglieder. In Deutschland sind es rund 3500, die sich in Service-Projekten ehrenamtlich engagieren. Im Kreis Warendorf haben die derzeit zehn Mitglieder bereits im Verkehrserziehungs-Projekt „Raus aus dem toten Winkel“ engagiert, um Grundschüler auf die Gefahren des eingeschränkten Sichtfeldes eines Lkw-Fahrers aufmerksam zu machen.

Ein weiteres Service-Projekt ist bereits in Planung. „Mit den Einnahmen eines Bürogolf-Turniers, das wir Ende November durchführen, werden wir ein deutschlandweites Round Table-Projekt unterstützen, das fußballbegeisterten Kindern mit geistiger Benachteiligung die Teilnahme an einer eigenen Fußball-Liga ermöglichen soll“, berichtet Daniel Hernaiz-Kleine , frisch gewählter Präsident des Round Table Warendorf.

Die Wahl des ersten Präsidiums war der offizielle Gründungsakt, der am vergangenen Wochenende mit Gästen von Round Table und dem Partnerclub Ladies‘ Circle aus ganz Deutschland gefeiert wurde. „Wir sind stolz, nun einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur offiziellen Aufnahme bei Round Table Deutschland im Mai nächsten Jahres erreicht zu haben“, so Hernaiz-Kleine.

Neben dem gesellschaftlichen Engagement ist dem 39jährigen Rechtsanwalt aus Warendorf bei Round Table vor allem der Austausch über nationale, parteipolitische und religiöse Grenzen hinweg wichtig.

Um diesem Austausch Auftrieb zu verleihen, hat sich Round Table einige Regeln auferlegt: Der Zustrom von frischen Ideen wird gefördert, indem die Mitglieder mit 40 Jahren aus dem Club ausscheiden, um Platz für jüngere zu machen. „Außerdem achten wir darauf, dass an einem lokalen Tisch nicht mehr als zwei Mitglieder den gleichen Beruf ausüben“, fügt Hernaiz-Kleine hinzu.

Die Bandbreite der Berufe beim Round Table im Kreis Warendorf reicht vom Architekten über einen Schreinermeister bis zum Versicherungsfachwirt. Hernaiz-Kleine dazu lachend: „Ein Pferdefachmann, der sich mit den entsprechenden Äpfeln und Birnen auskennt, fehlt uns jedoch bislang noch“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3617970?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852641%2F4852643%2F
Kanalbrücke: Der Neubau ist ein „Schmalhans“
Bei einer ersten Infoveranstaltung stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine am Mittwoch in Münster die Pläne für die neue Kanalbrücke der Wolbecker Straße vor. Bis 2021 soll alles fertig sein (v.l.): Heinz-Jakob Thyßen sowie die Bauleiter Franziska Finke und Daniel Feismann.
Nachrichten-Ticker