Jazz Live
Spritziges Finale

Warendorf -

Mit Lebendigkeit und deutlich spürbarer Liebe zu wie Improvisationen konzipierten Kompositionen zeigte das Trio an diesem Abend, dass innovativer Jazz nicht kopflastig und akademisch sein muss. Mit ungebremster Energie nahmen der Gitarrist Vitaly Zolotov, der Bassist Philipp Bardenberg und Boden Janke das Publikum mit auf eine facettenreiche Reise in ihre von folkloristischen Elementen wie bei „Bulgar“ und „Miala Baba Kogotá“ durchdrungene Musik.

Freitag, 18.03.2016, 16:03 Uhr

Der Schlagzeuger und Percussionist Boden Janke nahm die Zuhörer im Dachtheater des TaW mit auf eine facettenreiche Reise in die von folkloristischen Elementen durchdrungene Musik des „East Drive“-Trios.
Der Schlagzeuger und Percussionist Boden Janke nahm die Zuhörer im Dachtheater des TaW mit auf eine facettenreiche Reise in die von folkloristischen Elementen durchdrungene Musik des „East Drive“-Trios. Foto: Engels

Ein mitreißend spritziges Finale der Jazz-Konzertsaison im Dachtheater bot am Donnerstag das „East Drive“-Trio. Dieses Wiedersehen mit dem polnischen Schlagzeuger und Percussionisten Boden Janke in dieser bestens aufeinander eingespielten Trio-Formation konnte man vom ersten Song „Tea Master“ bis zum „Ratka Mitrovica“ einfach genießen.

Mit Lebendigkeit und deutlich spürbarer Liebe zu wie Improvisationen konzipierten Kompositionen zeigte das Trio an diesem Abend, dass innovativer Jazz nicht kopflastig und akademisch sein muss. Mit ungebremster Energie nahmen der Gitarrist Vitaly Zolotov , der Bassist Philipp Bardenberg und Boden Janke das Publikum mit auf eine facettenreiche Reise in ihre von folkloristischen Elementen wie bei „Bulgar“ und „Miala Baba Kogotá“ durchdrungene Musik. Wenn sie mit ihrem „Folksong I“ eines ihrer „älteren“ Werke spielten, dann genoss man diesen Ausflug auf den Balkan. Rhythmische Finessen von Boden Janke und die kultiviert von Vitaliy Zolotov eingesetzte Virtuosität prägten den musikalischen Dialog, bei dem Philipp Bardenberg einen farbenreichen instrumentalen Grund lieferte. Oftmals gingen die Stücke in spontaner Improvisationsmanier nahtlos ineinander über, boten so einen sehr transparenten Einblick in die Vorstellungswelt der drei Musiker. Bei „City Shephards“ und „Menergetovitsch“ zeigte das „East Drive“-Trio die klangmalerische Seite seines Spiels, und man genoss mit Akribie und Feinsinn gespielten Jazz. Lebendigkeit und Spielfreude der drei Musiker durchzogen den Abend, bei dem man Raum und Zeit vergessen und sich im Strom der eingängigen Melodien treiben lassen konnte. Stilistisch ließ sich das Trio nicht einengen, bediente sich unterschiedlicher musikalischer Ausdrucksformen bei seiner Performance. Dabei zeigten die Musiker stets einen stimmigen Dialog, bei dem selbst kleinste Nuancen im Spiel gegenseitig weiterentwickelt wurden. Dieser markante Stil des Trios bestach durch Intensität und technische Brillanz, schenkte dem Publikum ein mitreißendes Musikerlebnis.

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