Bericht über eine Nepalreise
Ein Herzensprojekt

Warendorf -

Bereits seit zehn Jahren engagiert sich Monika Lucht in der Kinderhilfe Nepal, es ist ein Herzensprojekt. Umso mehr dürfte der Anblick der Zerstörung im ganzen Land nach dem Erdbeben geschmerzt haben. 

Donnerstag, 07.04.2016, 18:04 Uhr

Als Zeichen der Dankbarkeit bekamen Maria Mussaeus und Monika Lucht von den Nepalesen sogenannte Katas, tibetanische Gebetsschals, um den Hals gehängt.
Als Zeichen der Dankbarkeit bekamen Maria Mussaeus und Monika Lucht von den Nepalesen so genannte Katas, tibetanische Gebetsschals, um den Hals gelegt. Foto: Aktion Kleiner Prinz

Die Schäden sind auch ein Jahr später noch unübersehbar. „Es ist immer noch extrem viel kaputt“, sagt Lucht. Besonders die Tempelstätten, die den so wichtigen, weil Geld bringenden Tourismus, anziehen, sind stark beschädigt. Das stellten Lucht und Mussaeus, die mit einer 14-köpfigen Gruppe, der auch Dr. Michael Quinckhardt (Aktion Kleiner Prinz) und einige Pateneltern aus Warendorf angehörten, Ende März bei ihrer Reise nach Nepal mit eigenen Augen fest.

Der Anruf von Maria Mussaeus war für Monika Lucht „der schönste Anruf des Jahres“. Und das aus einem guten Grund: Die Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz wollte ihr eine Zusammenarbeit für ein Hilfsprojekt in Nepal anbieten. Das südasiatische Land wurde vor fast genau einem Jahr von einem schweren Erdbeben erschüttert. Die Aktion Kleiner Prinz wollte helfen, die Frage war nur wie. „Bei der Suche nach der Antwort kam man in Warendorf nicht an Monika Lucht vorbei“, sagt Mussaeus voller Wertschätzung.

Bereits seit zehn Jahren engagiert sich Lucht in der Kinderhilfe Nepal, es ist ein Herzensprojekt . Umso mehr dürfte der Anblick der Zerstörung im ganzen Land nach dem Erdbeben vor einem Jahr geschmerzt haben. Die Schäden sind auch heute noch unübersehbar. „Es ist immer noch extrem viel kaputt“, sagt Lucht. Besonders die Tempelstätten, die den so wichtigen, weil Geld bringenden Tourismus anziehen, sind stark beschädigt. Das stellten Lucht und Mussaeus, die mit einer 14-köpfigen Gruppe, der auch Dr. Michael Quinckhardt (Aktion Kleiner Prinz) und einige Nepal-Paten aus Warendorf angehörten, Ende März bei ihrer Reise nach Nepal mit eigenen Augen fest.

Kinderhilfe Nepal und Aktion Kleiner Prinz besuchen Nepal

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  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Aktion Kleiner Prinz
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Aktion Kleiner Prinz
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  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht
  • Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben haben Vertreter der Kinderhilfe Nepal und der Aktion Kleiner Prinz eine Reise nach Nepal gemacht. Anlass war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. Außerdem besuchten einige Warendorfer ihre nepalesischen Patenkinder. Foto: Monika Lucht

Trotz dem vielen Leid und Elend im Land gab es auch Grund zur Freude. Anlass der Reise war die Wiedereröffnung der Schule in Lukla. In nur zehn Monaten wurde mit den von der Aktion Kleiner Prinz zur Verfügung gestellten 30 000 Euro ein solides Schulgebäude gebaut, das durch eingefügte Eisenpfosten auch kleinere Erdbeben überstehen kann. Es ist eins von drei Projekten, das die Aktion Kleiner Prinz in Nepal unterstützt.

Um bei der Wiedereröffnung mit dabei zu sein, hat die Reisegruppe einige Strapazen auf sich genommen. Es ist kaum vorstellbar, was Monika Lucht, ihr Mann Jürgen und Maria Mussaeus wenige Tage nach ihrer Rückkehr erzählen. Etwa von dem Flug nach Lukla, der sich immer wieder verzögerte, weil keine gute Sicht herrschte. Seit Oktober hat es nicht mehr geregnet, es ist staubig und dreckig. Eine Landung auf der nur 450 Meter langen Landebahn, die umrahmt wird von einem steilen Abhang einerseits und einem hohen Berg andererseits, war lange nicht möglich, die Gefahr einfach viel zu groß. Geflogen sind sie dann aber doch noch, mit einem Hubschrauber. Der Flug war abenteuerlich. „Wir sahen nichts – aber wir wollten bei der Wiedereröffnung dabei sein.“

Pateneltern besuchen Patenkinder

Aber auch bei anderen Erzählungen von der Reise wird deutlich: Das ist eine ganz andere Welt. Bestätigen kann das Jürgen Lucht. Von seiner Frau hat er über Jahre hinweg gehört, wie die Menschen in Nepal leben, mit welchen äußeren Umständen sie zurecht kommen müssen. Die Infrastruktur ist kaum mit der in Deutschland vergleichbar. Löcher in den Straßen, umgefallene Tanklaster, die niemand sichert – Leitplanken gibt es nicht. „Die schlechteste Straße in Warendorf ist noch besser als der Highway in Nepal“, sagt Jürgen Lucht. Und das ist immerhin die wichtigste Straße.

An der Straße treffen sie auch auf ein Patenkind der Kinderhilfe Nepal, dessen Familie verkauft dort Bananen. Das ist der zweite Grund für die Reise: Monika Lucht und einige Pateneltern besuchen die Patenkinder, bringen ihnen Geschenke aus Deutschland mit und nehmen Fotos und Briefe mit zurück nach Warendorf für die Sponsoren, die nicht mitgereist sind. Auch unsere Zeitung stellte Geschenke zur Verfügung.

Reise als Herausforderung

Die Reisegruppe startet in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, später besucht sie die Patenkinder in vielen weiteren Schulen und Kindergärten im Land. Begleitet wird sie auf der Rundreise von älteren Patenkindern. Die fahren zum ersten Mal Bus, sind zum ersten Mal in Hotels untergebracht und sind überwältigt von dem Komfort und dem vielen Essen auf dem Frühstücksbuffet. „Alle Teller waren total überladen“, erinnert sich Monika Lucht. „Aber es wurde immer alles aufgegessen. Für viele Patenkinder war es so, als ob wir eine Traumreise machen.“

Körperlich war die Reise aber auch eine Herausforderung, sagt Mussaeus. Jürgen Lucht belastete etwas anderes noch mehr: „Emotional war es viel schwerer als körperlich. So viel Not und Elend habe ich vorher noch nicht erlebt. Bilder können das gar nicht wiedergeben.“

Vortrag

Am 22. April (Freitag) berichtet Monika Lucht in zwei Vorträgen, um 15 und um 19 Uhr, im Pfarrheim St. Marien von der Reise nach Nepal. Eintritt wird nicht genommen, eine Spende ist freiwillig.

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Man kann nur erahnen, wie bedrückend es ist, eine Mutter mit ihrem Kleinkind zu sehen, die eine riesige, stinkende Müllhalde durchwühlt. Oder ein Patenkind zu besuchen, das mit seinen drei Schwestern, Eltern und der Großmutter in einem Zimmer wohnt – und alle schlafen in nur einem Bett. Mussaeus: „Gefühlsmäßig ist das höchst anfordernd. Es ist nicht möglich, Abstand zu wahren.“

Nie aggressiv, immer freundlich begegnen die Nepalesen der deutschen Reisegruppe. Herzlichkeit schlägt den Gästen entgegen, wie bei den für die Reisegruppe veranstalteten Begrüßungszeremonien. Genau das ist es, was Monika Lucht antreibt, immer weiter zu machen.

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