IWS-Treffen zum Bundesverkehrswegeplan
„Manipulierte Mogelpackung“

Warendorf -

Das Publikum verfolgte die Ausführungen der „G4-Leute“ mit gespannter Aufmerksamkeit. In der anschließenden Diskussion war die Empörung über den manipulativen Umgang mit der Bevölkerung mit Händen zu greifen. Eine solche „Mogelpackung namens BVWP“ sei beschämend und habe mit seriöser Politik nichts zu tun. Vor allem werde solcher Art Verkehrspolitik dem Anspruch auf nachhaltiges Regierungshandeln keineswegs gerecht.

Dienstag, 19.04.2016, 13:04 Uhr

Mit dem Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans beschäftigten sich jetzt die IWS-Mitglieder.
Mit dem Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans beschäftigten sich jetzt die IWS-Mitglieder.

Was ist von dem überschwänglich gefeierten Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030) zu halten? Die in der „G4“ zusammenarbeitenden vier B 64n-kritischen Bürgerinitiativen aus Warendorf , Beelen und Herzebrock-Clarholz hatten bereits vor dessen Veröffentlichung untereinander abgesprochen, dass sie sich erst einmal jeglicher Kommentierungen in der Öffentlichkeit enthalten wollten. Zunächst gelte es, sich intensiv mit der vermuteten komplexen Materie auseinanderzusetzen, um danach dann an die Öffentlichkeit zu gehen.

Letzteres soll nun in dieser Woche zu verschiedenen Anlässen geschehen. Als erstes hatte die IWS am Montagabend über ihren Verteiler zu einer internen Versammlung bei Porten Leve eingeladen. Im dicht besetzten Saal berichteten die Vorstandsmitglieder Albert Leendertse und Udo Gohl , wie auch andere Mitglieder der G4-Arbeitsgruppe, von gewonnenen Erkenntnissen und stellten in wesentlichen Zügen die von der G4 erarbeitete 75 Seiten umfassende Stellungnahme vor.

Ohne Hinzuziehung eines Fachmanns hätte man sich, wie es in einer Pressemitteilung der Initiativen heißt, ein solches Ergebnis wohl kaum vorstellen können. Mit Diplom-Geograf Wulf Hahn von RegioConsult, Marburg, habe die G4 einen Profi beauftragt, der seit mehr als 20 Jahren an der BVWP-Thematik arbeite. Noch dazu sei er bestens mit der B 64n-Problematik vertraut und sei von der G4 in Konfliktfällen schon öfter herangezogen worden. Mit ihm sei die G4-Arbeitsgruppe unter anderem in einem ganztägigen Workshop den Dingen auf den Grund gegangen und habe Unstimmigkeiten, Fehler, Unterlassungen und Widersprüche in der Vorlage aufgespürt. Und je länger sich die „AG BVWP 2030“ mit der Materie beschäftigte, umso stärker habe sich ihr der Eindruck aufgedrängt, dass da vieles mit der heißen Nadel gestrickt sei. Oder noch schlimmer: dass da kräftig manipuliert worden sei, um künstlich hohe Nutzen-Kosten-Verhältnisse (NKV) zu erzeugen.

Das Publikum verfolgte die Ausführungen der G4-Leute mit gespannter Aufmerksamkeit. In der anschließenden Diskussion war die Empörung über den vermeintlich manipulativen Umgang mit der Bevölkerung mit Händen zu greifen. Die „ Mogelpackung namens BVWP“ sei beschämend und habe mit seriöser Politik nichts zu tun. Vor allem werde solcher Art Verkehrspolitik dem Anspruch auf nachhaltiges Regierungshandeln keineswegs gerecht.

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