Atelier und altengerechtes Wohnen
Wasserturm an Unternehmer verkauft

Warendorf -

Drei mögliche Nutzungen hat der potenzielle Käufer des Wasserturms an der Freckenhorster Straße den Mitgliedern der Stadtwerke-Gesellschafterversammlung präsentiert. Erstens: der Wasserturm wird zum Kunstatelier mit Ausstellung. Zweitens: der Wasserturm wird zu Wohn- und Büroräumen umgebaut, zum Beispiel für einen Architekten. Drittens: Bebauung des 1327 Quadratmeter großen Grundstücks für altengerechtes Wohnen. Die Versammlung begrüßte das Konzept und stimmte einem Verkauf zu.

Donnerstag, 05.05.2016, 04:05 Uhr

Verkauft: Ein Unternehmer, so Stadtwerke-Geschäftsführer Johannes Schwöppe, möchte dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1934 wieder neues Leben einhauchen. Wohn- und Büroräume, eventuell auch ein Atelier mit Ausstellungsraum will der neue Eigentümer im Turm schaffen, so Schwöppe. Das 1327 Quadratmeter große Grundstück darf bebaut werden. Als Nutzungsmöglichkeit schwebe dem Unternehmer hier altersgerechtes Wohnen vor.
Verkauft: Ein Unternehmer, so Stadtwerke-Geschäftsführer Johannes Schwöppe, möchte dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1934 wieder neues Leben einhauchen. Wohn- und Büroräume, eventuell auch ein Atelier mit Ausstellungsraum will der neue Eigentümer im Turm schaffen, so Schwöppe. Das 1327 Quadratmeter große Grundstück darf bebaut werden. Als Nutzungsmöglichkeit schwebe dem Unternehmer hier altersgerechtes Wohnen vor. Foto: Edler

Der Wasserturm an der Freckenhorster Straße ist verkauft. Ein Unternehmer, so Stadtwerke-Geschäftsführer Johannes Schwöppe , möchte dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1934 wieder neues Leben einhauchen. Am Dienstagabend stimmte die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke zu, den Wasserturm an den Unternehmer zu verkaufen. Der Kaufvertrag werde in Kürze unterzeichnet, so Schwöppe und sei nur noch eine Formsache. Zum Kaufpreis wollte er noch nichts sagen. Als Anhaltspunkt hatten die Stadtwerke mal eine Kombination aus Bodenrichtwert (145 Euro pro Quadratmeter) abzüglich eines Sanierungsaufwands für den Turm vorgegeben.

Für den Wasserturm gab es viele Anfragen. Diese reichten von einem Café, Jugendtreff, Kletterpark, Museum, Atelier, Bar, Veranstaltungsraum mit Lounge-Bereich bis hin zu Büro- und Wohnräumen. Ein Call-Center, das auf der Suche nach speziellen Sicherheitsräumen war, hatte ebenfalls Interesse geäußert. Wie der Geschäftsführer weiter erklärte, sei das Konzept des Käufers, der sich in Sachen Denkmalschutz auskenne, begrüßt worden.

Drei mögliche Nutzungen habe der Unternehmer den Mitgliedern der Gesellschafterversammlung präsentiert. Entweder wird der Wasserturm zum Kunstatelier mit Ausstellung. Oder der Wasserturm wird zu Wohn- und Büroräumen umgebaut, zum Beispiel für einen Architekten. Dritte Option: Bebauung des 1327 Quadratmeter großen Grundstücks für altengerechtes Wohnen.

Eine Bebauung muss sich dem Turm aber unterordnen, betonte Schwöppe. Verbunden mit dem Kauf seien auch Auflagen. „So wollen wir sichergehen, dass dieses Baudenkmal im Eingangsbereich von Warendorf nicht zu einem Schandfleck verkommt.“

Das Nutzungskonzept muss in einem bestimmten Zeitfenster umgesetzt werden. Die Fassade des denkmalgeschützten 30,6 Meter hohen Betonturms darf nicht verändert werden. Gleichwohl hätten die Denkmalschützer bereits ein Entgegenkommen signalisiert, so Schwöppe, wonach im Innern Veränderungen möglich sind. Um eine wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen, darf der Wasserbehälter aus Beton entfernt und die alte Wasserbauleitung im Treppenhaus demontiert werden, um einen Aufzug einzubauen. Die Lichtbänder müssen nicht wieder mit Glasbausteinen gefüllt werden – Glasscheiben tun es auch. Schwöppe weist in diesen Zusammenhang auf die Verkehrssicherungspflicht des neuen Eigentümers hin. Das Grundstück werde zurzeit noch von den Stadtwerken durch einen Bauzaun gesichert: Zutritt verboten. Durch den Frost hatten sich Glasbausteine gelöst.

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