KIta Kunterbunt
Ein Garten für den Kindergarten

Warendorf -

Ein eigener Garten im Kinder-Garten – klingt nach einer schönen Idee. Wie das in der Praxis aussehen kann, erfuhren jetzt acht Erzieherinnen der Kita Kunterbunt, des Ludgeri-Kindergartens und der Wichtelhöhle in Freckenhorst. Im Rahmen eines Garten-Workshops lernten sie, wie man mit einfachen Mitteln ein buntes Gemüsebeet anlegt.

Mittwoch, 22.06.2016, 18:06 Uhr

Und fertig ist das Flechtzaunbeet: Gabi Schulte, André Vollmer, Ina Schapmann, Gabi Berheide, Jessica Kahlert, Janina Chmiel, Dorothee Wiedeler, Julia Schmack und Jutta Farwick im Schrebergarten der Kita Kunterbunt.
Und fertig ist das Flechtzaunbeet: Gabi Schulte, André Vollmer, Ina Schapmann, Gabi Berheide, Jessica Kahlert, Janina Chmiel, Dorothee Wiedeler, Julia Schmack und Jutta Farwick im Schrebergarten der Kita Kunterbunt. Foto: Wemhoff

Dabei stand das „Selbermachen“ im Vordergrund, denn schließlich sollen die Erzieherinnen ihr neu gewonnenes Wissen später an die Kinder weitergeben. Also hieß es am Donnerstag: Raus aus der Kita , rein in den Schrebergarten. Mit Heckenschere, Harke und Spaten „bewaffnet“ machten sich die Erzieherinnen ans Werk und schufen im Garten der Kita Kunterbunt ein erstes Flechtzaunbeet.

Angeleitet wurden sie dabei von Julia Schmack , Referentin des Forschungsinstituts für biolobischen Landbau (FiBL Deutschland e.V.). Schwerpunkt des Workshops war das Thema „Permakultur“: „Hierbei dreht sich alles um das Thema Recycling“, erläutert Schmack. Es gehe darum, nachhaltige Lebensräume für Mensch, Tier und Natur zu schaffen: „Wir orientieren uns an den natürlichen Kreisläufen und versuchen, diese im Garten nachzuempfinden.“

Soweit die Theorie. In der Praxis stehen bis zum fertigen Garten noch einige Arbeitsschritte an: Die Grasnarbe abtragen, die Form für das Beet auswählen, Äste sägen und daraus anschließend einen Zaun flechten. Dazu benutzen die Teilnehmerinnen Haselnusszweige, die sie zuvor gesammelt haben. Das (vorläufige) Ergebnis: Ein Flechtzaunbeet in Fischform – „wegen der Nähe zur Ems“, wie Gabi Schulte , Leiterin der Kita Kunterbunt, erklärt. Die Referentin ist zufrieden: „Bis jetzt haben sich alle gut geschlagen“, sagt Schmack.

Jetzt noch schnell ein paar übrig gebliebene Blätter und eine Schicht Erde drüber, dann kann das Beet bepflanzt werden: Zum Beispiel mit Kräutern, Möhren und Lauch oder auch einem Johannisbeerstrauch. „Wie bei einem Hochbeet gibt es hier mehrere Ebenen“, so Schmack.

Den letzten Schritt, das Bepflanzen, überlassen die Erzieherinnen aber den Kindern: „Die müssen schließlich auch noch was zu tun haben“, sagt Schulte.

Die Kita Kunterbunt ist seit zwei Jahren Mitglied im Netzwerk „Kinder-Garten im Kindergarten“, das verschiedene Workshops rund um die Themen Garten und Ernährung anbietet. Die Kita wiederum lädt dann auch andere Einrichtungen zu den Workshops ein. Seit November besitzt die Kita Kunterbunt einen Schrebergarten an der Ems, in dem jetzt das Flechtzaunbeet steht: „Das ist genau unser Ding“, freut sich Schulte. „Die Idee entspricht unserem Konzept, das auf naturnahe Ernährung ausgelegt ist.“

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