Europäischer Dorferneuerungspreis 2016 geht nach Tirol
Hoetmar von herausragender Qualität

Hoetmar -

Hoetmar hat es mit sechs weiteren Teilnehmern in die höchste Wettbewerbskategorie geschafft, die jene Orte umfasst, die sich durch eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität auszeichnen. Damit reiht sich Hoetmar neben Dobkow (Polen), Hoonhorst (Niederlande), Gruyeres (Schweiz), Kadlub (Polen), Kettenis (Belgien), Kurtinig (Italien), Lastrup (Niedersachsen) und Rammenau (Sachsen). Der Europäische Dorferneuerungspreis 2016 geht allerdings nach Tirol.

Montag, 04.07.2016, 16:07 Uhr

 
Die Gemeinde Hoetmar hat es mit sechs weiteren Teilnehmern in die höchste Wettbewerbskategorie geschafft, die jene Orte umfasst, die sich durch eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität auszeichnen. Foto: Ohlmeier

Die Entscheidung ist gefallen: Der Europäische Dorferneuerungspreis 2016 geht nach Tirol . Eine hochrangige, interdisziplinär zusammengestellte, internationale Jury hat die Gemeinde Fließ in Tirol (Österreich) zum Sieger gekürt.

Hoetmar hat es mit sechs weiteren Teilnehmern in die höchste Wettbewerbskategorie geschafft, die jene Orte umfasst, die sich durch eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität auszeichnen. Damit reiht sich Hoetmar neben Dobkow (Polen), Hoonhorst (Niederlande), Gruyeres (Schweiz), Kadlub (Polen), Kettenis (Belgien), Kurtinig (Italien), Lastrup (Niedersachsen) und Rammenau (Sachsen). „Das ist faktisch der zweite Platz. Wir wussten, dass wir Potenzial haben, aber nach der eher suboptimal verlaufenen Präsentation hatten wir mit diesem Ergebnis eigentlich nicht gerechnet. Jetzt freuen wir uns alle“, verkündete Stephan Ohlmeier , Mitglied der Dorfwerkstatt, gestern auf Anfrage. Die Hoetmarer Glocken läuteten allerdings erst am Freitag: „Da werden wir noch einen draufsetzen. Da holen wir Gold“, ist Ohlmeier überzeugt. Aus dem Italien-Urlaub meldete sich Josef Brand bei seinen Mitstreitern: „Wir waren ganz dicht dran“, befand er und dankte den Hoetmarern für ihren Einsatz.

In der Begründung der Bewertungskommission heißt es: „Hoetmar ist es gelungen, als Ortsteil einer zusammengelegten Kommune die verlorene Eigenständigkeit durch die Bildung einer starken und breit aufgestellten Dorfgemeinschaft auszugleichen und über ein beispielhaftes zivilgesellschaftliches Engagement aus eigener Kraft das Zusammenleben und die Lebensqualität des Ortes durch Bündelung aller Kräfte und Ressourcen selbst zu gestalten. Gesteuert und koordiniert werden die Projekte in einer gut vernetzten Dorfwerkstatt. Besonders bestechen die offene Schule und das darum gestaltete Umfeld als Drehscheibe für die Begegnung von allen gesellschaftlichen Gruppen. Die Vielzahl an Maßnahmen und das enorme ehrenamtliche Engagement führen zu einem hohen Maß an Solidarität, das in der Schaffung von vielen kleinen und größeren Hilfestellungen für Mitbürger mündet.“

So seien neben zahlreichen anderen Initiativen insbesondere der Bürgerbus zur Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen oder der Umgang mit Asylwerbern und deren Integration als beispielhaft und nachahmenswert zu nennen.

In der Begründung für die Siegergemeinde heißt es: „Fließ beeindruckt mit einem beispielhaften, von den Gemeindeverantwortlichen initiierten, den Bürgern getragenen und von Experten begleiteten Entwicklungsprozess, der auf den vorhandenen Stärken und Chancen aufbaut und von einem umfassenden Problembewusstsein zeugt.“

Die Preisverleihung, an der eine Abordnung aus Hoetmar teilnehmen wird (Interessierte, die mitfahren möchten, können sich mit Stephan Ohlmeier in Verbindung setzen), findet vom 8. bis 10. September in Tihany am Plattensee (Ungarn) statt, der Siegergemeinde des vergangenen Wettbewerbs. Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung mit Exkursionen, Ausstellungen und kulturellen Begegnungen, ist ein großes europäisches Fest. Geldpreise wird es in Ungarn übrigens nicht geben. Der Lohn für die erfolgreichsten Wettbewerbsteilnehmer sind, sondern, wie es Stephan Ohlmeier formuliert, „Ruhm und Anerkennung.“

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