Hundeasyl bittet um Hilfe
Lisa ist noch nicht über den Berg

Freckenhorst -

Als Martin Leistikow, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Hundeasyl Freckenhorst, Lisa das erste Mal sah, war der elf Jahre alte Schäferhund-Podenco-Mix ein Häufchen Elend.

Mittwoch, 06.07.2016, 17:07 Uhr

 
  Foto: Brocker

Die total abgemagerte Hündin , die nur 13 Kilo auf die Waage brachte, war am 23. Mai an der B 475 zwischen Warendorf und Beelen gefunden und ins Hundeasyl am Feidiek gebracht worden. „Sie war ausgebüxt und ist zum Glück schnell gefunden worden“, erzählt Leistikow .

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der bisherige Besitzer nicht mehr in der Lage war, sich um das Tier zu kümmern, übernahm Martin Leistikow diese Aufgabe. Lisa sei in einem erbärmlichen Zustand gewesen, erzählt der erfahrene Hundepfleger und zeigt Fotos, deren Anblick nur schwer zu verkraften ist. Die total ausgemergelte Hündin litt unter offenen Analdrüsen und, wie der Tierarzt, der zur Operation geraten hatte, Ende Mai während des Eingriffs feststellte, unter Blasenrissen.

Martin Leistikow erklärte sich bereit, sich um die Nachsorge zu kümmern. Regelmäßig fährt er mit Lisa zum Tierarzt, gibt ihr täglich die notwendigen Medikamente, freut sich über jedes Gramm, das die Hündin, die Menschen und Artgenossen gegenüber ausgesprochen freundlich ist, zulegt.

„Über den Berg“ sei Lisa aber noch nicht, fürchtet er und rechnet damit, dass die Hündin nochmals operiert werden muss. Die erste OP habe 450 gekostet, die Tierarztrechnung stehe allerdings noch aus. Und über die Nachsorge-Kosten, so Leistikow, fehle ihm im Moment der Überblick. Sollte der Tierarzt eine weitere Operation für notwendig und vertretbar halten, kämen weitere Kosten hinzu, die das Hundeasyl nicht alleine stemmen kann.

Martin Leistikow bittet daher um Spenden für Lisa auf das Konto des Hundeasyls bei der Vereinigten Volksbank Münster, IBAN: DE13 4016 0050 8612 8004 00; BIC: GENODEM1MSC. Der Verein kann Spendenquittungen ausstellen, da er wegen Förderung des Tierschutzes finanzrechtlich anerkannt ist.

„Wir haben uns den Tierschutz auf die Fahnen geschrieben“, begründet Leistikow, warum er einen vergleichsweise alten Hund operieren lässt. „Ein alter Hund“, sagt er, „ist kein altes Fahrrad, das man einfach in die Ecke schiebt.“

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