Ehrung beim CHIO in Aachen
Großer Bahnhof für HGW

Warendorf/Aachen -

Im Rahmen des CHIO 2016 wurde ihm eine eigene Gala im Hauptstadion gewidmet: Hans Günter Winkler. Drei Jubiläen gaben dazu Anlass: Vor 60 Jahren feierte „HGW“ Doppelgold bei den Olympischen Spielen in Stockholm, vor 30 Jahren wurde er anlässlich der Weltmeisterschaften aus dem aktiven Reitsport verabschiedet und am kommenden Wochenende, am 24. Juli, feiert er seinen 90. Geburtstag.

Sonntag, 17.07.2016, 14:07 Uhr

Gala für HGW: Bei CHIO in Aachen hatte Hans Günter Winkler einen ganz großen Auftritt und wurde vom Publikum herzlich empfangen.
Gala für HGW: Bei CHIO in Aachen hatte Hans Günter Winkler einen ganz großen Auftritt und wurde vom Publikum herzlich empfangen. Foto: Michael Strauch

Stockholm , Rom, Tokio, Mexiko, München und Montréal – hier hat Hans Günter Winkler , die größte Reitsportlegende aller Zeiten, imposante Olympische Siege gefeiert. Aachen aber war stets ein Ort, der ihm in seiner reitsportlichen Karriere ebenfalls viel bedeutet hat. An unzähligen CHIO und Championaten, die in der Kaiserstadt ausgetragen wurden, hat er teilgenommen. Hier hat er drei Mal den Großen Preis von Aachen gewonnen.

„Ich bin tief gerührt, dass so viele Menschen heute in mein reitsportliches Wohnzimmer gekommen sind, um mit mir zu feiern“, zeigte sich Winkler sichtlich gerührt. Großer Applaus von den Rängen.

Neben Wegbegleitern wie David Broome , Nelson Pessoa, Paul Schockemöhle oder Otto Becker sowie einem Videorückblick und einer Videobotschaft von IOC-Präsident Dr. Thomas Bach wurde ihm und dem Publikum ein rund 45-minütiges Programm geboten, das bedeutende Stationen seines reitsportlichen Lebens Revue passieren ließ.

Sehr beeindruckend: Ein Schaubild, das aus rund 125 braunen Ponys bestand. Sie verkörperten die Siege des „Dreamteams“ Winkler-Halla – 125 an der Zahl. Eine Kindergruppe präsentierte hingegen die Olympischen Ringe in Anlehnung an Winklers Olympia-Erfolge und U25-Reiter zeigten eine Springquadrille. Denn nach seiner reitsportlichen Karriere setze Winkler sich mit verschiedenen Förderprogrammen für den Nachwuchs im Reitsport ein – bis dato. Musikalisch begleitet wurde das vielseitige Programm vom Heeresmusikkorps Koblenz, das nicht nur den „Kurfürsten Reitermarsch“ im Stadion erklingen ließ, sondern auch die Nationalhymne für diesen besonderen Ehrengast.

Wie ein Andenken stand während des gesamten Programms „Halla“ mitten auf dem „Heiligen Rasen“, die Wunderstute, mit der HGW so viele Erfolge auf internationalem Parkett feiern konnte. Natürlich „nur“ in Form der Bronzestatue, die extra für diese Gala aus Warendorf nach Aachen gebracht wurde. 1979 verstarb das Ausnahmepferd, über das Winkler einmal sagte: „Sie hat einfach eine Schraube locker, genau wie ich.“

Zum Ende der Gala gab es eine besondere Überraschung für Winkler: Eine Zuschauerchoreografie auf der Tribüne, sowie Transparente mit den Worten „Danke“ und „HGW“. Und wie es sich für eine wahre Koryphäe des Reitsports gehört, wurde Hans Günter Winkler zum Ende der Gala mit viel Applaus und stehenden Ovationen vom Publikum bei strahlendem Sonnenschein auf eine Ehrenrunde geschickt. Ein emotionales Finale für einen ganz Großen des Reitsports.

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