Empfang im Rathaus
Hans Günter Winkler: Lebende Legende ist 90

Warendorf -

HGW hat in Warendorf tiefe Spuren gelegt: Den 90. Geburtstag feierte der Ausnahmesportler mit vielen Ehrengästen im Rathaus.

Sonntag, 24.07.2016, 15:07 Uhr

Laudator: Reinhard Wendt berichtete von den Spuren, die Winkler in Warendorf gelegt hat.
Laudator: Reinhard Wendt berichtete von den Spuren, die Winkler in Warendorf gelegt hat. Foto: Wiening

Fünffacher Olympiasieger, zweifacher Weltmeister. Gewinner des Großen Preises von Aachen, deutscher und Europameistermeisterschaften, Sieger im Springderby von Hamburg. Dazu kommen Auszeichnungen wie die goldene Sportpyramide, Sportler des Jahrzehnts, das silberne Lorbeerblatt, das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und der Medienpreis Bambi.

Hans Günter Winkler ist ein Jahrhundertsportler. Auch die englische Queen zeichnete ihn aus. Zudem war er Fahnenträger der deutschen Mannschaft bei Olympia 1976 in Montreal.

Eine eindrucksvolle Karriere: Beim Empfang zu Ehren seines 90. Geburtstags gab es von den Gästen Standing Ovations.

Der Start war etwas ruppig: „Was willst du denn hier? Mit diesen Worten hat Gustav Rau vor 66 Jahren Hans Günter Winkler in Warendorf empfangen. Keine freundliche Begrüßung. Und trotzdem hat Winkler große Spuren in Warendorf gelegt“, erzählt Reinhard Wendt , langjähriger Geschäftsführer des DOKR und der Reiterlichen Vereinigung FN , bei seiner Laudatio auf das Geburtstagskind.

Er spricht vom Birkenhof, dem Wohnsitz Winklers, dem Weg der Olympiasieger, der Halla-Statue im Landgestüt und vom Hallaweg.

Wendt lobt Winkler in den höchsten Tönen und vergisst auch nicht, Winklers zwei größte Kämpfe zu erwähnen. Einmal den Kampf um die Teilnahme an Olympia 1972 in München und den Kampf mit der Trauer, als 2011 Winklers vierte Ehefrau Debby nach einem tragischen Reitunfall ums Leben kommt. Zwei einschneidende Erlebnisse im Leben des Warendorfers.

Bei den Feierlichkeiten am Sonntag trug sich HGW zum wiederholten Male ins Goldene Buch der Stadt ein. Eine große Ehre – wie auch die Ehrenbürgerschaft, die man Winkler einst angetragen hat.

Als Geschenk gab es von der Stadt eine Glasskulptur mit dem bekannten „Pferde@“. Und natürlich durfte auch der Geburtstags-Kuchen nicht fehlen. Die riesige Torte schnitt Winkler persönlich an. Er bedankte sich für die vielen freundlichen Worte zu seinem Ehrentag.

Ab Mittag ließ man den Tag gemütlich ausklingen. Der Ehrenbürger musste allerdings noch viele Glückwünsche entgegen nehmen, Hände schütteln und Fragen beantworten.

Ein wunderbarer Tag für den Jubilar – und vielleicht gibt es ja einen weiteren großen Festumzug durch die Emsstadt: Zum 100. Geburtstag. 

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