Wahl der Westfälischen Bierkönigin
An Papas Bierglas genippt

Warendorf -

Nein, im hochgeschlitzten Abendleid oder freizügigen Badeanzügen brauchen sich die drei Bewerberinnen nicht zu präsentieren. Hier wird auch kein Superstar oder Germanys next Top Modell gesucht. Natürlichkeit, Ausstrahlung, Schlagfertigkeit und natürlich Kenntnisse rund ums Bier beim Frage- und Antwortspiel sind entscheidend. Um den Titel „Westfälische Bierkönigin“ kämpfen Sinah Saamen (22), Studentin (Sport und Mathe auf Lehramt) aus Oelde, Anissa Schrage (23), Studentin (Wirtschafts- und Ingenieurwesen) aus Unna und Julia Raupach (20), Bankkauffrau aus Oelde.

Samstag, 30.07.2016, 09:07 Uhr

Kämpfen um den Titel der Bierkönigin (v.r.): Julia Raupach, Anissa Schrage und Sinah Saamen. Links die amtierende Bierkönigin Natalie Hainz
Kämpfen um den Titel der Bierkönigin (v.r.): Julia Raupach, Anissa Schrage und Sinah Saamen. Links die amtierende Bierkönigin Natalie Hainz Foto: Edler

Das Lächeln sitzt, ist nicht gespielt, es kommt natürlich rüber. Händeschütteln und gespannt auf die Dinge, die da auf sie zukommen, sitzen die drei jungen Damen im Warendorfer Gasthaus Warintarpa. Lachen, kritische Blicke. Noch glauben sie alle an den Titel. Wer sich heute am besten präsentiert, wird am 17. September zur Westfälischen Bierkönigin von Potts Brauerei gekrönt. Die drei jungen Damen zwischen 20 und 23 Jahren kamen nach ersten Gesprächen in die engere Auswahl.

Nein, im hochgeschlitzten Abendleid oder freizügigen Badeanzügen brauchen sich die drei Bewerberinnen nicht zu präsentieren. Hier wird auch kein Superstar oder Germanys next Top Modell gesucht. Natürlichkeit, Ausstrahlung, Schlagfertigkeit und natürlich Kenntnisse rund ums Bier beim Frage- und Antwortspiel sind entscheidend.

Um den Titel kämpfen Sinah Saamen (22), Studentin (Sport und Mathe auf Lehramt) aus Oelde , Anissa Schrage (23), Studentin (Wirtschafts- und Ingenieurwesen) aus Unna und Julia Raupach (20), Bankkauffrau aus Oelde.

Die Wahl der Westfälischen Bierkönigin ist für die Brauerei Pott immer so etwas wie ein kleiner Feiertag. Rainer und Jörg Pott, Senior- und Juniorchef der gleichnamigen Brauerei in Oelde, können sich alle drei als Nachfolgerin der noch amtierenden Bierkönigin Natalie Hainz vorstellen. Alle drei hätten den Titel schon von ihrer äußeren Erscheinung verdient, ist sich auch die Jury einig. Und der fällt es in diesem Jahr besonders schwer. Doch es kann nur eine Bierkönigin geben. Die Jury hat bereits eine Entscheidung getroffen, aber das Ergebnis bleibt noch geheim.

Der Jury gehören an: Landrat Dr. Olaf Gericke, Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop, Dirk Baldus (Die Glocke), Lars Niermann (Radio WAF), Joachim Edler (Westfälische Nachrichten) und die jeweils amtierende Bierkönigin.

Und wieder einmal ist die Jury gut aufgelegt, was die Stimmung untereinander und die Fragen an die Kandidatinnen an sich angeht. Landrat und Bürgermeister sind im Urlaub, so dass es diesmal den Medienvertretern und der amtierenden Bierkönigin Natalie Hainz vorbehalten bleibt, die richtige Wahl zu treffen. In einem Frage- und Antwortspiel kämpfen die Bewerberinnen zum mittlerweile zwölften Mal um den Titel. Keine Frage, über Bier, besonders die eine Marke, wissen die jungen Damen alles. Und auch sonst entpuppen sie sich als angenehme und kompetente Gesprächsteilnehmerinnen.

Nach Persönlichem und Beruflichem wird gefragt. „Ihr Bier wird bei uns zu Hause gerne gesehen und getrunken“, bringt es eine Kandidatin auf den Punkt. Der erste Kuss, pardon, der erste Kontakt mit Bier: „An Vaters Glas genippt“, sind sich alle drei einig. Schnell ist das Eis gebrochen, die Nervösität bei den jungen Damen flaut ab. Pause in der Fragestunde. Zeit zum Essen à la carte: Zander auf Blattsalat, Hellebardiersteller, Salat Gärtnerin, Schweineschnitzel mit Pilzen.

Dann wird die letzte Runde eingeläutet, noch einmal suchen die Jurymitglieder nach Fragen: Was bedeutet für Sie Heimat? Lässt sich Job und Königinnenamt miteinander vereinbaren? Sie sind als Bierkönigin auf einem Weinfest: Was würden Sie den Gästen erzählen? – Schlagfertig bekommt die Jury von den Bewerberinnen die passenden Antworten zurück.

Gelassenheit ist nach Ansicht der amtierenden Bierkönigin Natalie Hainz ein gutes Mittel in Reaktion auf kesse Sprüche von Männern. Als Bierkönigin erlebt sie immer wieder Anmachsprüche. Man dürfe das aber nicht zu ernst nehmen. Die Bierkönigin hat bei ihren Auftritten aber auch immer männliche Begleiter der Brauerei an ihrer Seite. Der Zeitaufwand hält sich übrigens mit zehn Terminen im Jahr in Grenzen.

Wer die 12. Westfälische Bierkönigin von Potts Brauerei ist, bleibt vorerst noch geheim. Erst auf dem Brauerei-Festival am 17. September wird die Neue gekrönt. Für zwei Jahre wird sie dann die Biermarke aus Oelde über die Kreisgrenzen hinaus präsentieren. Die Kandidatinnen wurden schon über die Entscheidung der Jury informiert. Ein besonderes Jubiläum steht dem Familienunternehmen Pott im Jahre 2019 ins Haus: 250 Jahre Pott`s Brauerei. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann ja einen feschen Bierkönig?

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