Bahnhaltepunkt Einen-Müssingen
Ein historischer Moment

Einen-Müssingen -

Großer Bahnhof am künftigen Bahnhaltepunkt Müssingen. Zwei Monate nach Baubeginn begrüßte Michael Jansen (Bahnhofsmanager Münster der DB Station & Service AG) viel Prominenz, darunter den CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker, die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD) und Astrid Birkhahn (CDU), Landrat Dr. Olaf Gericke, Detlef Ommen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Kreistag, Bürgermeister Axel Linke sowie Dr. Hermann Paßlick (stellvertretender Verbandsvorsteher Nahverkehr Westfalen-Lippe).

Samstag, 03.09.2016, 12:09 Uhr

Aktiv an der Bahnsteigkante (v. l.): Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher NWL, Guido Göldner (Leiter Regionalnetze West der DB Netz AG), Michael Jansen, Bahnhofsmanager Münster der DB Station & Service AG, Reinhold Sendker MdB, Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Axel Linke verlegten symbolisch Pflastersteine auf dem künftigen Bahnsteig.
Aktiv an der Bahnsteigkante (v. l.): Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher NWL, Guido Göldner (Leiter Regionalnetze West der DB Netz AG), Michael Jansen, Bahnhofsmanager Münster der DB Station & Service AG, Reinhold Sendker MdB, Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Axel Linke verlegten symbolisch Pflastersteine auf dem künftigen Bahnsteig.

Zu dieser „historischen Aktion“, wie Axel Linke das „Richtfest“ nannte, erschienen auch zahlreiche Bürger aus Einen-Müssingen, die seit vier Jahrzehnten für den Bahnhaltepunkt vor ihrer Haustür gekämpft hatten.

In seiner kurzen Ansprache beschrieb Jansen die „Baumaßnahmen-Trilogie“, bestehend aus dem 170 Meter langen und 76 Zentimeter hohen Bahnsteig, der einen barrierefreien Einstieg in die Züge gewährleisten soll, einer BÜSTRA- und einer Park & Ride-Anlage.

Für den Betreiber der Strecke verwies Guido Göldner (Leiter Regionalnetze West der DB Netz AG ) auf die beträchtlichen Investitionen in Zukunft und Weiterentwicklung der Bahnstrecke Münster-Warendorf, auf der die Züge nach Beseitigung möglichst vieler Bahnübergänge eines Tages im Halb-Stunden-Takt fahren sollen. Mit je 600 000 Euro schlagen Station und Park & Ride-Anlage zu Buche. 1,4 Millionen Euro werden in die Bahnsicherungsanlage gesteckt.

Der Zeitraum von der aufwendigen Planung bis zur endgültigen Umsetzung des Projektes Bahnhaltepunkt sei auch ihm zu lang gewesen, räumte Dr. Hermann Paßlick ein. „Das müsste schneller gehen.“ Den Bürgern versprach er aber, dass der Haltepunkt, den das Land als „Maßnahme mit besonderem Landesinteresse gefördert“ habe, zum Fahrplanwechsel im Dezember fertiggestellt sein werde.

„Was lange währt, wird endlich richtig gut“, freute sich Reinhold Sendker und sprach von einem „großen Tag für Einen-Müssingen“. Der Bahnhaltepunkt stärke die Attraktivität und Infrastruktur beider Ortsteile. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup, den die Organisatoren des Richtfestes versehentlich nicht eingeladen hatten, ließ ausrichten, dass er im neuen Bahnhaltepunkt eine Stärkung des ÖPNV und der Bahnstrecke sehe.

Als eine dringend notwendige Stärkung des ländlichen Raumes betrachtet auch Bürgermeister Axel Linke die Infrastrukturmaßnahme, mit der unter anderem 20 Pkw-Stellplätze, darunter ein Behindertenparkplatz, 30 Fahrradstellplätze und zwei Bushaltestellen geschaffen werden. Der Haltepunkt sei eine „ungemeine Aufwertung von Einen- und Müssingen.“

Landrat Dr. Olaf Gericke würdigte die positiven Effekte des neuen Haltepunktes. Wenn drei der gegenwärtig noch 46 unbeschrankten Bahnübergänge im Kreisgebiet wegfielen, erhöhe das die Sicherheit. Die Lärmbelästigung durch das lästige Pfeifen der Züge, werde weniger.

Verbessert werde durch kürzere Wege auch der Service: „Wir kommen dahin, wo die Menschen sind.“ An die Adresse der Raestruper gerichtet, die künftig auf ihren Haltepunkt verzichten müssen, kündigte Gericke die Einrichtung einer Taxi-Bus-Linie an.

Nach einem kurzen Arbeitseinsatz auf dem künftigen Bahnsteig – Sendker, Gericke, Linke sowie die Vertreter von Bahn und NWL - verlegten dort symbolisch Betonplatten – ging es zum gemütlichen Teil ins Einener Heimathaus.

Dort lud Bürgermeister Axel Linke zum Mittagsimbiss ein, weil er sich an das Wort Heinrich Hülsmanns, bis zur Kommunalreform Bürgermeister in Warendorf , gehalten fühle. Hülsmann habe immer daran gezweifelt, dass der Bahnhaltepunkt jemals realisiert werden könnte und erklärt: „Das schafft ihr nie, aber wenn, dann lade ich euch zum Essen ein.“

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