Kunst
Maritime Ruhe-Pole erwecken Fernweh

WARENDORF -

Andere fahren zum Urlaub nach Frankreich. Heidi Rüther zur doppelten Inspiration. Dort sammelt sie erste Eindrücke für ihre neuen Bilder, die sie am 19. und 20. November auf der 30. Wein- & Lebensart-Messe“ im Hotel-Restaurant „Im Engel“ ausstellt. Und das Schönste: Sie holt den Sommer zurück.

Freitag, 21.10.2016, 17:10 Uhr

Das maritime Blau der französische Künste findet sich auf den Bildern von Heidi Rüther vielfältig wieder.
Das maritime Blau der französische Künste findet sich auf den Bildern von Heidi Rüther vielfältig wieder. Foto: Peter Sauer

Die dreiecksförmige Halbinsel zwischen der Atlantikküste an der Biscaya, dem Mündungsarm Gironde und dem Meeresbecken von Arcachon ist geprägt von jeder Menge Wasser Dort taucht Malerin Heidi Rüther tief ein. Nicht ins Wasser, sondern in die Farben des Meeres, der Buchten, der Strände und damit auch in die Seele des Landes und der Menschen, die hier, wie die Muschel- und Austernfischer leben und arbeiten. 1221 Kilometer legte die Warendorfer Künstlerin mit Ehemann Bernd per Campingbus zurück, um diese besondere Stimmung einzufangen. Sie zückte Skizzenblock und Fotoapparat .

Zurück im heimischen Warendorf, entstehen im gemütlichen Obergeschoss inmitten ihrer kleinen historischen Sesselsammlung die neuen Bilder, die am 19. und 20. November auf der „Wein- & Lebensart-Messe“ ausgestellt werden.

Cocktailgläser.

Cocktailgläser. Foto: Peter Sauer

Dem Warendorfer Regen zum Trotze strahlt aus Rüthers Bildern durchweg die Sonne. Man meint das Meer zu schmecken, die hohe Gischt zu spüren. Weil Rüther eintaucht in die Stimmungen zwischen den Gezeiten. Wenn sich der Himmel im Meer spiegelt. Wenn die Flut den Strand voller Sand und Schlick freigibt. Dann funkeln Rüthers Bilder an manchen Stellen geheimnisvoll, weil die Warendorferin mitgebrachte Sandkörner geschickt in ihre Farben eingearbeitet hat. Wenn die kleinen Fischerboote wirken wie Party-Piekser in einem Cocktailglas. Und wenn Rüther wiederum Cocktailgläser mit ihrem Pinselstrich so nah heranzoomt, als ob sie scheinbar miteinander tanzen – in irgendeiner Strandbar am Atlantik . „Das besondere Licht an der französischen Küste öffnet den Blick auf das Dahinter“, erläutert Heidi Rüther ihre große Inspirationsquelle. Diese Tiefe löst Assoziationen aus und wirkt beseelend.

Echter Sand aus Frankreich wird eingearbeitet.

Echter Sand aus Frankreich wird eingearbeitet. Foto: Peter Sauer

Inspirierend war für die Warendorferin aber auch eine Radtour nach Paris. Im Museum d´Orsay atmete sie den Duft der Impressionisten ein: „Für mich eine wichtige Inspirationsquelle“.“

Im Malerviertel um den Place du Tertre im Montmartre überraschte sie ihr Mann Bernd. Er hatte einen Austausch mit Farbe, Pinsel und Spachtel arrangiert – mit dem bekannten Maler Georges Fassolis „Destino“. Die Chemie stimmte. Beide tauschten sich lebhaft aus bei Kaffee und Croissants – für künftige Kunstprojekte.

Rüther und „Destino“.

Rüther und „Destino“.

Zum Thema

Heidi Rüther: „Malfreude!“ am 19. und 20. November auf der 30. Wein- & Lebensart-Messe, Hotel-Restaurant „Im Engel“.

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