Anlieger-Information
Marktplatz bleibt voll nutzbar

WARENDORF -

Geschäfte, Gastro­nomie und Wohnhäuser am Marktplatz werden während der Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr komplett erreichbar sein – das wollten alle Beteiligten noch einmal klarstellen. Bei einem Treffen von Vertretern der Stadt und den Anliegern des Marktplatzes im Rathaus gab es viele Fragen und eine Menge Diskussionsstoff.

Mittwoch, 23.11.2016, 19:11 Uhr

Der Entwurf der Neugestaltung des Warendorfer Marktplatzes, der vom 9. Januar bis zum 25. November 2017 saniert wird. Am Mittwochabend diskutierten Anlieger und Vertreter der Stadt erneut das Thema (kl. Bild).
Der Entwurf der Neugestaltung des Warendorfer Marktplatzes, der vom 9. Januar bis zum 25. November 2017 saniert wird. Am Mittwochabend diskutierten Anlieger und Vertreter der Stadt erneut das Thema (kl. Bild). Foto: Planungsbüro

Niels Heermann , Teamleiter des Sachgebiets Tiefbau der Stadt, stellte den Bauablauf vor: „Die Arbeiten beginnen am 9. Januar und gehen bis zum 25. November 2017. Das wird aber keine durchgehende Großbaustelle. Die Arbeiten finden in kleineren Abschnitten statt.“

Heermann erläuterte, dass die Randbereiche des Marktplatzes (zu dem auch „Im Ort“ und das „Marktsträßchen“ zählen) in verschiedenen Phasen saniert werden. „Vor den Geschäften werden Fußgängerbrücken errichtet, so dass alle Geschäfte immer erreichbar bleiben.“ Nach den Randbereichen wird „Im Ort“ gearbeitet. Auch von hier aus wird man zu Fuß zum Markt und in die anderen Teile der Innenstadt gelangen können.

Danach wird der Innenbereich des Marktplatzes in zwei Abschnitten saniert, so dass eine Hälfte des Platzes immer nutzbar sein wird. Ein wichtiger Punkt für die Gastronomen, die so zumindest teilweise ihre Außenbestuhlung nutzen können. Für sie fällt während der Bauzeit die übliche Sondernutzungsgebühr weg.

Die Forderung einiger Geschäftsleute am Marktplatz, ihnen für die Bauzeit die Gewerbesteuer zu erlassen, kann nicht erfüllt werden. „Das ist Bundesrecht, wir haben auf diese Steuer keinen Einfluss“, erklärte Wirtschaftsförderer Thorsten Krumme. Das wollten einige Betroffene so nicht akzeptieren: „Dann lassen Sie sich etwas anderes einfallen. Wir brauchen einen finanziellen Ausgleich für die Umsatzeinbrüche“, hieß es.

An Kritik sparten auch die Marktbeschicker nicht, die samstags ihre Ware auf dem Marktplatz verkaufen. Sie sollen während der Bauzeit einen anderen Standort bekommen. Das Ordnungsamt schlägt den Oberen Lohwall vor. „Ein nicht zu akzeptierender Platz. Dort kommt kaum wer hin, unser Umsatz wird einbrechen. Mit dem Wilhelmsplatz hätten wir uns anfreunden können. Warum darf die Außen­gastronomie das ganze Jahr über den Marktplatz nutzen und wir nicht?“, hieß es aus dem Publikum. Das will die Stadtverwaltung noch einmal überdenken.

Mit André Auer von Warendorf Marketing und Helga Beckmann von der Stadt wurden die Kommunikation und Werbemöglichkeiten während der Sanierung des Marktes erörtert. „Wir werden einiges unternehmen“, sagte Auer. Große Banner, Info-Flyer – das soll die Kunden über Sinn und Zweck der Baumaßnahmen aufklären.

Das scheint den Gewerbetreibenden nicht zu reichen: „Wir brauchen mehr Außenwerbung. Auch nach der Sanierung werden die Leute nicht nach Warendorf strömen, nur weil der Marktplatz jetzt schön ist.“

Kritik gab es zudem erneut an der Kommunikation: Die Anlieger seien zu spät und nicht ausreichend informiert worden, so die Vorwürfe. Die Vertreter der Stadt boten weitere Gesprächstermine an und versprachen intensive Kontakte während der Bauphase. Alle 14 Tage sollen Gespräche mit der Bauleitung angeboten werden, alle zwei Monate könne über Marketingmaßnahmen beraten werden. Außerdem soll eine Internetseite (im Aufbau: www.altstadt-warendorf.de/aktuelles) laufend über den Stand der Dinge informieren.

Der Bauzeitenplan wird permanent aktualisiert. „Die Baustelle soll erlebbar sein“, so das Credo. Dafür werden eine Webcam und eine Zeitrafferkamera installiert. Wichtig war der Stadtverwaltung auch, dass die Bauzäune nicht zu hoch sind, damit Passanten den Baufortschritt verfolgen können.

Die Großveranstaltungen seien nicht in Gefahr: „Rosenmontag, Frühlingserwachen, Tanz in den Mai, Bürgerschützenfest und Pferdenacht werden wie gewohnt gefeiert“, sagte André Auer vom Stadtmarketing.

Am 1. Dezember wird entschieden, welches Unternehmen die Sanierungsarbeiten durchführt. Niels Heermann ist sicher: „Wir haben ein leistungsstarkes Unternehmen gefunden, das gute Referenzen hat. Wir tun alles, damit es auch zeitlich keine Probleme geben wird.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4454847?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852628%2F4852630%2F
Nachrichten-Ticker