Lesung bei Ebbeke
Mit Haut und Haaren

Warendorf -

Dass Dr. med. Yael Adler Dermatologin mit Haut und Haaren ist, dass spürten die zahlreichen Gäste des jüngsten Vortragsabends in der Buchhandlung Ebbeke auf Anhieb. Morgens noch in ihrer Praxis in Berlin, war sie abends pünktlich in der Buchhandlung, um „hautnah“ über das größte Organ des menschlichen Körpers zu berichten.

Sonntag, 27.11.2016, 04:11 Uhr

Duftende Seifen und künstliche UV-Strahlen lehnt die Dermatologin Yael Adler ab.
Duftende Seifen und künstliche UV-Strahlen lehnt die Dermatologin Yael Adler ab. Foto: Ebbeke

„Die Haut ist wie eine Leinwand, die unser Leben sichtbar macht!“ Dass Dr. med. Yael Adler Dermatologin mit Haut und Haaren ist, dass spürten die zahlreichen Gäste des jüngsten Vortragsabends in der Buchhandlung Ebbeke auf Anhieb. Morgens noch in ihrer Praxis in Berlin , war sie abends pünktlich in der Buchhandlung, um „hautnah“ über das größte Organ des menschlichen Körpers zu berichten.

Schnell war sie in ihrem Element, erzählte voller Dynamik und mit einer Fülle an medizinischen Ratschlägen und Informationen über Spuren an der Haut und wie man sie liest. Über Redewendungen in unserer Sprache die zeigen, wie wichtig uns die Haut ist: „Aus der Haut fahren“, „Das juckt mich nicht“, „Seine Haut retten“ oder „Ein dickes Fell haben“.

Doch ist sie wirklich so dick? Zunächst schützt uns die Haut wie eine Mauer mit einer Säurebeschichtung. Sie hält Krankheitserreger und Gifte ab; sie ist unsere Klimaanlage und bewahrt uns vor Überhitzen und Austrocknen. Dr. Adler erläuterte die Wirkung von Seifen, Shampoos und Lotionen auf mit Blick auf PH-Wert und Säure. Ihre These: Viele Produkte greifen die Hautschichten an und verhindern eine natürliche Fettbildung. So nannte sie direkt ein erstes No-Go: „Wenn Seifen – dann ohne Duftstoffe, die haben auf der Haut nicht zu suchen“, meint Dr. Adler.

Sie erläuterte auch die soziale Aufgabe der Haut. „Die Duftnote der Haut lockt nur den Partner an, der zu einem passt. Und darin liegt sogar eine politische Botschaft – denn die Haut kennt keinen Rassismus!“, so Dr. Adler weiter.

Ihr zweites No-Go: „Keine Solarien, da deren UV-Strahlen der Haut nicht gut tun.“ Damit war der Übergang zum Vitamin D schnell gemacht. Das notwendige Vitamin erhält der menschliche Körper nämlich durch die natürlichen Sonnenstrahlen. „Halten Sie doch ihre Unterschenkel oder einfach nur ihren Po in die Sonne – es muss nicht das Gesicht sein.“ Eine Vorstellung, das Gelächter beim Publikum hervorrief.

Ihr drittes No-Go: Tattoos! „Woher die Farben stammen und welche Inhaltsstoffe sie haben, steht auf keiner Beschreibung“, war ihre eindeutige Stellungnahme.

Nach den interessanten und auch unterhaltsamen Ausführungen des Abends hatten die Zuhörer noch die Gelegenheit, beim Signieren des Buches persönliche Fragen zu stellen und dabei die eine oder andere Hautstelle zu zeigen. „Und alles, worauf ich heute nicht eingehen konnte, finden Sie in meinem Buch“, so Yael Adler zum Abschluss des Abends.

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