Schutzchlorung geht über Feiertage weiter
Immer noch Keime im Trinkwasser

Warendorf -

Täglich werden dem Trinkwasser – in Absprache mit dem Gesundheitsamt – Proben durchgeführt. Die Ursache, so Lea Korthals von den Stadtwerken, könnte ein „Leck“ sein. 

Donnerstag, 22.12.2016, 05:12 Uhr

Dem Warendorf Trinkwasser wird weiterhin Chlor zugeführt. Die Schutzchlorung ist erforderlich, da vereinzelt immer noch Umweltkeime im Trinkwasser gefunden wurden. Die Stadtwerke arbeiten sehr akribisch an der Ursachenforschung - auch über die Feiertage.
Dem Warendorf Trinkwasser wird weiterhin Chlor zugeführt. Die Schutzchlorung ist erforderlich, da vereinzelt immer noch Umweltkeime im Trinkwasser gefunden wurden. Die Stadtwerke arbeiten sehr akribisch an der Ursachenforschung - auch über die Feiertage. Foto: dpa

„Wir arbeiten – auch während der Feiertage – sehr akribisch an der Ursachenforschung. Leider können wir vereinzelt aber immer noch Umweltkeime nachweisen, weshalb wir die Schutzchlorung momentan noch nicht aufheben möchten.“

Die Keime halten sich hartnäckig: Seit November wird das Trinkwasser deshalb sicherheitshalber gechlort. Das betrifft die Ortsteile Warendorf , Freckenhorst , Einen und Müssingen. Lea Korthals , Pressesprecherin der Stadtwerke, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Chlorung auch über die anstehenden Feiertage aufrechterhalten bleibt. Man suche jedoch fieberhaft nach dem Fehler.

Akribische Ursachenforschung

Täglich werden dem Trinkwasser – in Absprache mit dem Gesundheitsamt – Proben entnommen. Die Ursache, so Korthals, könnte ein „Leck“ sein. „Wir arbeiten – auch während der Feiertage – sehr akribisch an der Ursachenforschung. Leider können wir vereinzelt aber immer noch Umweltkeime nachweisen, weshalb wir die Schutzchlorung momentan noch nicht aufheben möchten.“

Bei den im Trinkwasser gefundenen bakteriologischen Auffälligkeiten handelt es sich, wie bereits berichtet, um coliforme Keime ohne fäkalen Ursprungs. Die Schutz-Chlorung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt. Erst, wenn drei aufeinanderfolgende Proben keine Auffälligkeiten mehr zeigen, kann die Schutzchlorung beendet werden.

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Sie sei für den Verbraucher gesundheitlich unbedenklich, alle Grenzwerte werden eingehalten, so dass man das Wasser wie gewohnt nutzen könne. Empfindliche Personen könnten den Chlorzusatz aber wahrnehmen. Die Stadtwerke bitten die Bürger noch um etwas Geduld.

Bereits im August waren sogenannte coliforme Keime im Wasserwerk Warendorf entdeckt worden, bis in den September hinein wurde deshalb dem Trinkwasser zum Schutz vor den Erregern Chlor zugegeben. Die Ursache der Grenzwertüberschreitung in der Wasseraufbereitung war auf eine Verunreinigung eines Filters in der Belüftungsanlage des Wasserwerks zurückzuführen. Dann war Ruhe. Seit November wird nun wieder gechlort.

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