Drei Schulen laufen zum Sommer aus
Das Aus kommt früher

Warendorf -

Entgegen den ursprünglichen Überlegungen, die Förderschule Lernen bis zum Schluss eigenständig zu führen, kommt das Aus jetzt schon früher. „Es macht keinen Sinn, eine Schule für zehn Schüler aufrecht zu erhalten“, bestätigte Schulamtsleiter Udo Gohl auf Anfrage unserer Zeitung und erinnerte daran, dass die Förderschule nur so lange weiterlaufen sollte, wie pädagogisch vertretbar.

Samstag, 07.01.2017, 10:01 Uhr

Entgegen den ursprünglichen Überlegungen, die Förderschule Lernen (Franziskusschule) bis zum Schluss eigenständig zu führen, kommt das Aus jetzt schon früher.
Entgegen den ursprünglichen Überlegungen, die Franziskusschule (Förderschule Lernen) bis zum Schluss eigenständig zu führen, kommt das Aus jetzt schon früher. Foto: Edler

Die Franziskus­schule ( Förderschule Lernen) an der Rosenstraße wird bereits zum Ende dieses Schuljahres aufgelöst. Entsprechende Gespräche zwischen Schulamt, Schulaufsicht und der Schulkonferenz werden zurzeit geführt. Ein Antrag ist in Vorbereitung und kommt in der Sitzung des Schulausschusses auf den Tisch, wie die WN auf Nachfrage erfuhr. Die dann verbliebenen zehn bis zwölf Schüler werden nach den Sommererferien in einer Kooperationsklasse von der Städtischen Gesamtschule aufgefangen. Lehrkräfte der Franziskusschule sollen, wenn möglich, für diese Kooperationsklasse übernommen werden. Sicher ist das aber noch nicht, Gespräche laufen.

Entgegen den ursprünglichen Überlegungen, die Förderschule bis zum Schluss eigenständig zu führen, kommt das Aus jetzt schon früher. „Es macht keinen Sinn, eine Schule für zehn Schüler aufrecht zu erhalten“, bestätigte Schulamtsleiter Udo Gohl auf Anfrage unserer Zeitung und erinnerte daran, dass die Förderschule nur so lange weiterlaufen sollte, wie pädagogisch vertretbar. Aktuell besuchen 26 Schüler die Franziskusschule. Sie werden in drei Lerngruppen jahrgangsübergreifend unterrichtet. Nach den Sommerferien werden es zwischen zehn und zwölf Schüler sein.

Neben der Förderschule Lernen wird es nach den Sommerferien auch die Städtische Hauptschule (Hinter den drei Brücken) und die Städtische Von-Galen-Realschule nicht mehr geben. Alle drei Schulen laufen damit zeitgleich aus. Die Lücke von Haupt- und Realschule schließt die Gesamtschule.

Was passiert mit dem Gebäude der Franziskusschule? Bereits jetzt nutzt das Mariengymnasium Räumlichkeiten an der Rosenstraße. Das Raumangebot soll nach den Sommerferien ausgeweitet werden. Zudem steht die Stadt in Gesprächen mit der Volkshochschule , die in dem Schulkomplex Integrationskurse für Asylbewerber (mindestens 10, maximal 20 Personen) geben könnte. Auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt ab Montag wöchentlich 25 Flüchtlinge aufnehmen muss – und das bis Februar –, hält Schulamtsleiter Udo Gohl die Raumnutzung durch die VHS für eine gute Lösung. Bewährt habe sich außerdem das sechswöchige Betreuungsangebot der Kita Kunterbunt in den Sommerferien. Die Kindertagesstätte nutzt die OGS-Räumlichkeiten der Schule. Das soll auch weiterlaufen, so Gohl.

Mittelfristig müsse jedoch an dem Schulgebäude aus dem Jahre 1970 investiert werden, so der Schulamtsleiter. Im Fokus sei das Schulgebäude bei der derzeitigen Erstellung eines Raumkonzeptes für alle Schulen. Mit dem Raumkonzept an den Warendorfer Schulen beschäftigen sich zwei Arbeitsgruppen – aufgeteilt in Grundschulen und weiterführende Schulen. Mit am Tisch ist ein Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft. Ermittelt wird, auch vor dem Hintergrund fehlender Differenzierungsräume für die Inklusion, der genaue Raumbedarf an jeder Schule.

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