Faszination Feuerwehr
Ludger Heuckmann tritt etwas kürzer und übergibt sein Amt an André Füllenkemper

Hoetmar -

Traditionell am ersten Samstag im neuen Jahr trafen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hoetmar zu ihrer Generalversammlung. Eindrucksvoll zeigten sie im Gerätehaus, dass nicht nur Hoetmar als Dorf, sondern auch ihr Löschzug Zukunft hat. „Feuerwehr funktioniert nicht ohne Ehrenamt“, sagte Zugführer Willi Kottenstedde: „Ich bin stolz und dankbar, dass 98 Kameraden sich das Ziel gesetzt haben, den Nächsten in Not zu helfen.“ Neben 53 aktiven Kameraden gehören 13 Personen in der Ehrenabteilung, zwei passive Kameraden und neuerdings 31 Kinderfeuerwehrleute dem Löschzug 4 an.

Montag, 09.01.2017, 21:01 Uhr

Als Feuerwehrmann des Jahres wurde André Füllenkemper (r.) von Bernd Besselmann ausgezeichnet.
Als Feuerwehrmann des Jahres wurde André Füllenkemper (r.) von Bernd Besselmann ausgezeichnet. Foto: Ohlmeier

Als erste Wehr im Kreis Warendorf gründeten die Hoetmarer eine Kinderfeuerwehr. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Kinderfeuerwehr ein voller Erfolg wird und hoffe darauf, dass andere Löschzüge Eurem Beispiel folgen“, sagte Christoph Amsbeck als Leiter der Feuerwehr Warendorf. Amsbeck übergab Josef Recker, der mit Marina Austerhoff, Annika Recker und Katharina Schneyer die Hoetmarer Kinderfeuerwehr betreut, die offizielle Gründungsurkunde. Bereits am frühen Abend hatten sich die 31 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren den erwachsenen Kameraden vorgestellt und ihnen einen selbst gebastelten Schutzengel geschenkt.

Während die Kinder erst in wenigen Jahren am aktiven Dienst teilnehmen werden, möchten acht junge Kameraden in diesem Jahr die Grundausbildung zum Feuerwehrmann absolvieren. Lars Osthues, Simon Volkmer, Alexander Volkmer, André Kramer, Tobias Tertilt, Lukas Zäh, Paul Kottenstedde und Artur Kloos wurden am Samstag in den Löschzug 4 neu aufgenommen. Peter Recker hingegen wurde nach langjährigem ehrenamtlichem Engagement in die Ehrenabteilung verabschiedet.

Ein wenig kürzer treten wird künftig Ludger Heuckmann, der von 1995 bis 2003 stellvertretender Gruppenführer und von 2003 bis heute Gruppenführer war. Er gab sein Gruppenführeramt an André Füllenkemper ab. Ebenfalls wiedergewählt wurde Martin Knubel als Gruppenführer. Mit Andrea Ohlmeier bekleidet erstmals eine Frau die Funktion einer stellvertretenden Gruppenführerin. Zudem wurde Sandra Lissewski in den Festausschuss gewählt und Hermann Schössel ist neuer Kassenprüfer.

Für die erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis wurden Mario Liermann, Steffen Sickmann (beide Bronze), Heiko Liermann, Sven Werdelhoff (beide Silber) sowie Florian Eggelnpöhler und Andrea Ohlmeier (beide Gold) geehrt. Ein Präsent für 100-prozentige Dienstbeteiligung in 2016 erhielten Willi Kottenstedde, Rudolf Terbaum, André Füllenkemper, Moritz Harbert und Nils Tertilt. Fester Bestandteil der Generalversammlung ist die Ehrung des Feuerwehrmanns des Jahres. Diese besondere Ehre wurde diesmal André Füllenkemper zuteil, der sich bislang als stellvertretender Gruppenführer engagierte und erster Ansprechpartner für alle technischen Fragen ist.

„Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 1148,5 Arbeitsstunden geleistet“, sagte Schriftführer André Knubel. Im Jahresbericht erinnerte er an 31 Einsätze, in denen die Blauröcke dem Nächsten in Not zur Hilfe eilten. Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres sei zweifelsohne die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Ecke Lindenstraße/Dechant-Wessing-Straße am zweiten Juni-Wochenende gewesen. Bei einem Fest für das ganze Dorf habe man gemeinsam angestoßen und ein buntes Rahmenprogramm rund um das Thema „Feuerwehr“ geboten. Darüber hinaus setzten sich die Kameraden aktiv für die Dorfgemeinschaft ein und zogen beispielsweise den Maibaum in die Höhe oder sicherten Prozessionen und die Schützenfest-Umzüge ab.

Stellvertretend für die Hoetmarer Ratsvertreter sprach Monika Kaiser den Blauröcken ein großes Dankeschön für ihren geleisteten Dienst aus. Mit der Gründung der Kinderfeuerwehr nehme der Löschzug eine Vorreiterrolle ein und begeistere bereits die Jüngsten von der „Faszination Feuerwehr“.

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