Schandfleck in der Oststraße verschwindet
Platz für Café und Wohnungen

Warendorf -

Lange Jahre steht die Immobilie leer. Sie ist kein Aushängeschild für den Eingangsbereich zum Ostviertel. Das soll sich jetzt ändern. Der Besitzer, dem auch das gegenüberliegende Gebäude mit dem Hansehof (Betreutes Wohnen) gehört, möchte ein kleines Schmuckstück aus dem Haus machen.

Mittwoch, 25.01.2017, 22:01 Uhr

Der Schandfleck im Eingangsbereich zum Oststraßenviertel soll verschwinden. Der Stadt liegt ein Bauantrag vor. Danach soll der vordere Teil (zur Oststraße hin) stehenblieben, der hintere (zum Zuckertimpen) abgerissen und der Parkplatz überbaut werden. Geplant sind Wohnungen und ein Café.
Der Schandfleck im Eingangsbereich zum Oststraßenviertel soll verschwinden. Der Stadt liegt ein Bauantrag vor. Danach soll der vordere Teil (zur Oststraße hin) stehenblieben, der hintere (zum Zuckertimpen) abgerissen und der Parkplatz überbaut werden. Geplant sind Wohnungen und ein Café. Foto: Edler

Die Oststraße ist im Umbruch. Vorbei scheint die Zeit zu sein, in der viele Geschäfte leer standen oder alte Immobilien verkamen. Das gibt es zwar immer noch, doch nach und nach wandelt sich das Bild, werden alte Gemäuer renoviert und saniert. Vor allem Ateliers, Museen und Galerien gibt es in dem Quartier, das von den dortigen Kaufleuten den Namen „Pferdeviertel“ bekommen hat. Als äußeres Zeichen stehen lebensgroße, kreativ gestaltete Plastikpferde vor den Türen der Geschäfte.

Jetzt tut sich wieder etwas, direkt in der Einfallschneise zur Oststraße, an der Ecke Zuckertimpen. Für die Immobilie, in der früher die Kultgaststätten „Klamotte“, später „Hick-Hack“ und im Keller die Nachtbar „La Grotta“ ihr Publikum anzogen, liegt jetzt ein Bauantrag mit Nutzung für ein Café und Wohnungen vor.

Lange Jahre steht die Immobilie leer. Sie ist kein Aushängeschild für den Eingangsbereich zum Ostviertel. Das soll sich jetzt ändern. Der Besitzer, dem auch das gegenüberliegende Gebäude mit dem Hansehof (Betreutes Wohnen) gehört, möchte ein kleines Schmuckstück daraus machen. Doch: „Es gibt noch einige baurechtliche Probleme, die aber lösbar sind“, bestätigt Stadtplanerin Doris Krause auf Anfrage unserer Zeitung. Genauer gesagt geht es um Abstände, Stellplätze, Baulasten, Gestaltung und Höhe des Gebäudes. Während der vordere Bereich zur Oststraße hin stehen bleiben soll, möchte der Eigentümer den hinteren Bereich (Zuckertimpen) abreißen und hier neue Wohnungen bauen. Gleichzeitig soll der Parkplatz – ebenfalls für Wohnungen – überbaut werden.

Der Gestaltungsbeirat der Stadt hat sich bereits mit dem Bauprojekt beschäftigt, berichtet Doris Krause. Das Projekt werde grundsätzlich begrüßt. „Neue Impulse tun gut. Gestalterisch ist dies jedoch aufgrund der links und rechts unter Denkmalschutz stehenden Häuser ein sensibler Bereich.“ Zwar stehe das Gebäude, für das jetzt der Bauantrag mit Nutzungsänderung vorliegt, nicht unter Denkmalschutz, sagt die Stadtplanerin, doch greife die Erhaltungssatzung. Salopp gesagt: Einfach ein Gebäude in der Altstadt abzureißen, ist nicht drin. „Da schauen wir genau hin.“

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