Abgesagtes Street-Food-Festival erhitzt Gemüter
„Schlafen, wo andere gern Urlaub machen würden“

Warendorf -

„Warendorf, Stadt der Schimmel – äh, Amtsschimmel“, findet Conny Diekmann die Begründung für die Absage des Street-Food-Festivals „völlig lächerlich“. „Ein Armutszeugnis für die Stadt“, postet Luca Theres auf Facebook. Und Kersten Brückner beantragt, die Ems um Warendorf herumzuführen.

Donnerstag, 09.02.2017, 20:02 Uhr

Abgesagtes Street-Food-Festival erhitzt Gemüter : „Schlafen, wo andere gern Urlaub machen würden“
Nichts wird es mit dem Street-Food-Festival in Warendorf. Foto: dpa (Symbolbild)

Heftig diskutiert wird zurzeit auf der Facebook-Seite „Du bist Warendorfer, wenn...“ die Entscheidung der Stadt, ein Street-Food-Festival mit Speisen aus aller Welt auf dem Lohwall nicht zu genehmigen. Aus Lärmschutzgründen, wie es jüngst im Hauptausschuss hieß. Angesichts zahlreicher Veranstaltungen in diesem Jahr, wolle man den Bogen für die Anwohner nicht überspannen (die WN berichteten). Kurz, die Warendorfer werden weiter zu Hause essen müssen.

„Warendorf, Stadt der Schimmel – äh, Amtsschimmel“, findet Conny Diekmann die Begründung für die Absage „völlig lächerlich“. „Ein Armutszeugnis für die Stadt“, postet Luca Theres . Und Kersten Brückner beantragt, die Ems um Warendorf herumzuführen: „Habt Ihr an der Mühle mal gehört, wie laut die nach 22 Uhr noch ist? Und dann fließt das Wasser auch noch so schnell, und das direkt neben Lohwall und Emssee. Und bitte die schnatternden Enten umsiedeln.“

Die Stadt schade ihrem Ruf kommentiert Bernd Wiese die Absage und schlägt vor, einen Wassergraben mit Zugbrücken um die Stadt herumzuziehen – so bekomme sie Museumscharakter.

Lärm-Diskussion

Auch in einem anderen Zusammenhang wurde unlängst über Lärm in Warendorf diskutiert: Auslöser war die Klage von Nachbarn in der Emsstraße, die sich vom Lärm vor der Tür der „Letzten Tankstelle vor dem Heimweg“ (Mr. Ed's) in ihrer Nachtruhe gestört fühlen.

...

Kamillo skizziert den neuen Werbeslogan: „Die Stadt Warendorf, meine Damen und Herren, tut was für Ihre Bürger. Schlafen, wo andere gern Urlaub machen würden.“

Einer „Rollator-Olympiade“ wäre sicherlich zugestimmt worden, vermutet Vera Bülter und bedauert, dass der jüngeren Generation dieses Event versagt bleibt. In vielen Kommentaren wird Warendorf als „Rentnerstadt“ bezeichnet: „Waffelhausen schafft sich selbst ab.“ Oder: „Die Stadt hat die Chance verpasst, mal was Neues nach Warendorf zu holen.“ Die Begründung für die Ablehnung sei „schwach und nicht nachvollziehbar“, findet Volker Sennhenn auf der WN-Facebook-Seite.

Etwas Lustiges steuert Sashar Dawi bei: „Zu laut. Wieso? Schmatzen die Warendorfer so laut beim Essen?“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4617546?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F4852624%2F4852626%2F
So hat Münsters Karnevalsprinz Altweiber gefeiert
Mit Prinz Thorsten II. auf Tour: So hat Münsters Karnevalsprinz Altweiber gefeiert
Nachrichten-Ticker