Verwaltung lässt Experten zählen
Parkplatzatlas für die Altstadt

Warendorf -

Wie viele Stellflächen gibt es in der Altstadt? In den nächsten Wochen ermittelt ein Dortmunder Fachbüro die genauen Zahlen. Das sei auch für die städtebauliche Steuerung wichtig.

Mittwoch, 08.03.2017, 12:03 Uhr

Verwaltung lässt Experten zählen : Parkplatzatlas für die Altstadt
Foto: Jörg Pastoor

Schließen von Baulücken durch neue Häuser? Das ist gut für den Wohnungsmarkt. Andererseits kostet es Platz zum Parken. Was ist also dran an dem immer wieder zu hörenden Problem, es gebe zu wenig Stellflächen in der Altstadt? Die Verwaltung will es jetzt genauer wissen und hat ein Fachbüro aus Dortmund auf den Plan gesetzt: die „Planersocietät“.

In der Altstadt werde „seit einigen Jahren ein verstärkter Parkraumdruck wahrge-nommen“, lässt die Verwaltung mitteilen. Für Anwohner und Besucher sowie Einzelhandel und anderer Gewerbetreibende hätten zen­tren- und ortsnahe Stellplätze allerdings große Bedeutung.

Wo passt es, wo knirscht es?

Sachgebietsleiterin Doris Krause

Das Ganze ist ein Spagat zwischen Wohnstandort Innenstadt und städtebaulicher Entwicklung insgesamt,wie Doris Krause , Leiterin des Sachgebietes Bauordnung und Stadtplanung, den WN im Gespräch erklärt: „Nehmen Sie den Bereich Im Zuckertimpen. Da gab es recht lange eine ungenutzte Fläche, auf der die Anwohner dann ihre Autos abgestellt haben.“ Jetzt sei die Brachfläche eingezäunt – schon müssten sich die Bürger eine Alternative suchen. „Wir alle wollen die Altstadt ja als Wohnstandort stärken, müssen aber auch städtebaulich draufschauen“, meint Krause. „Wo passt es, wo knirscht es?“ Verlässliche Zahlen gebe es nicht: „Das ist für uns im Moment noch ziemlich nebulös.“

In den nächsten Wochen wird deshalb der ruhende Verkehr in der Altstadt aufgenommen, analysiert und bewertet. Die Bereitstellung ausreichender Parkmöglichkeiten (besonders für Anwohner, den Wirtschaftsverkehr und mobilitätseingeschränkte Kraftfahrer) und die Minderung des Parksuchverkehrs stehen dabei ebenso im Fokus wie zum Beispiel die Analyse der Verzahnung unterschiedlicher Verkehrsmittel.

In den Arbeitsprozess sollen „relevante lokale Akteure“ eingebunden werden. Eine Informationsveranstaltung gibt es außerdem.

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