Interner Projektstart im April
Praxistest in gut einem halben Jahr

Warendorf -

In einigen Monaten beginnt das neue Notfallmanagement im Josephs-Hospital. Dann leiten geschulte Fachkräfte Krankheitsfälle nach medizinischer Notwendigkeit der Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte oder der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses zu.

Mittwoch, 01.03.2017, 17:03 Uhr

Froh über den Start: Dr. med. Tim Kleffner, Dr. med. Christine Haasen und Projektmitglied Tobias Christof Dierker (v.l.) vor der Notfallpraxis.
Froh über den Start: Dr. med. Tim Kleffner, Dr. med. Christine Haasen und Projektmitglied Tobias Christof Dierker (v.l.) vor der Notfallpraxis. Foto: Jörg Pastoor

Der Start läuft m Verborgenen: Dass demnächst die Patientenaufnahme im Josephs-Hospital nach Dringlichkeit aufgenommen und behandelt werden, erfordert viel Organisation, Abstimmung und gründliche Vorbereitung. Aber den Segen der niedergelassenen Ärzte aus dem Praxisnetz hat die Umstellung. In einer außerordentlichen Versammlung haben die Mediziner einer abgestimmten Kategorisierung von Krankheitsstufen nach dem „Manchester Triage-System“ zugestimmt. Sobald es greift – ein halbes Jahr Zeit will sich das Projektteam aus Dr. med. Christine Haasen (Praxisnetz), Dr. med. Tim Kleffner und Tobias Christof Dierker (Hospital) geben – werden Patienten qualifiziert zur ärztlichen Notfallpraxis o d e r in die Zentrale Notaufnahme verwiesen (die WN berichteten).

Manchmal stundenlange Wartzeiten

Konkret soll schnell klar werden, ob ein Patient nur subjektiv schwer erkrankt ist oder tatsächlich „rot“ – nach dem Triage-System also in Lebensgefahr schwebt und sofort stationär behandelt werden muss. Oder eben, ob es doch nur ein gequetschter Finger ist. Der tut auch weh. Hat aber bei medizinischer Draufsicht die meiste Zeit. Also kriegt dieser Patient „blau“. Was „nicht dringend“ entspricht. „Der Patient kann das eben nicht entscheiden“, sagt Dr. Haasen und spricht aus 30 Jahren Erfahrung als niedergelassene Allgemeinmedizinerin. Notfallbeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung ist sie außerdem. Dass Patienten je nach Befund teils Stunden warten müssen, hat sie irgendwann auf die Idee gebracht.

Zwei getrennte Systeme stimmen sich aufeinander ab

Kollege Tim Kleffner findet das gut. Weil, er stimmt zu, der Kranke eben nicht über den Schweregrad seiner Erkrankung entscheiden könne. Mit Übernahme des internationalen Standards – den es so in vergleichbaren Häusern nicht oft gebe, wie Haasen einstreut – gehe es ab Start des Projektes dann nach Behandlungsdringlichkeit. „Das steigert auch die Zufriedenheit beim Patienten“, so Kleffner Mittwoch bei der Vorstellung von Details im Hospital.

Das steigert auch die Zufriedenheit beim Patienten.

Dr. Tim Kleffner

Sobald alles für den Einsatz speziell geschulter Fachkräfte in der Notfallabteilung bereit ist, machen Krankenhaus und Praxisnetz das dann bekannt. „Wir wollen intern im April mit den Vorbereitungen beginnen“, so Tobias Christof Dierker, der für das Hospital Projektbeteiligter ist. Dann beginne die Umsetzung intern.

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