Tag der gesunden Ernährung
Und Fleisch ist doch Gemüse

Freckenhorst -

Fleisch und gesunde Ernährung standen am Montag im Mittelpunkt einer von den Landfrauen und vom Kreislandfrauenverband organisierten Betriebsbesichtigung für Kinder und Erwachsene auf dem Hof von Matthias Finkenbrink in Flintrup.

Montag, 06.03.2017, 21:03 Uhr

Beeindruckt zeigten sich die großen und kleinen Besucher von den Zuchtsauen der Finkenbrinks.
Beeindruckt zeigten sich die großen und kleinen Besucher von den Zuchtsauen der Finkenbrinks.

Allen, die schon immer der Ansicht waren, dass der Mensch nicht zum Beilagenesser taugt und dass im Grunde genommen Fleisch das einzig wahre Gemüse ist, müssten am Montagnachmittag auf dem Hof Finkenbrink in Flintrup die Ohren geklungen haben.

Vor Kindern der zum Familienzentrum zusammengeschlossenen Kindergärten St. Josef, St. Magdalena und Wichtelhöhle und deren Eltern berichtete Rita Mersmann , dass Fleisch den Menschen nicht nur mit Eiweiß und Mineralstoffen versorgt, sondern auch ein wichtiger Vitaminlieferant ist. „Ein Apfel“, berichtete die Landfrau, „enthält acht verschiedene Vitamine, ein Stück Fleisch zwölf Vitamine.“

Weil den Landfrauen das Thema „Gesunde Ernährung “ wichtig sei, hatten die Freckenhorster Landfrauen, hier federführend Rita Mersmann und Sabine Pösentrup, in Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverband auf den Hof des „Lebensmittelproduzenten“ Matthias Finkenbrink eingeladen. Passend zum „Tag der gesunden Ernährung“, den der Verband für Ernährung und Diätetik am heutigen Dienstag zum 20. Mal veranstaltet, um die Bevölkerung auf die Bedeutung gesunder Ernährung aufmerksam zu machen.

Nach Infoveranstaltungen über Kräuter und die Herstellung von Milchprodukten in den Vorjahren ging es diesmal um das Lebensmittel Fleisch. Bereits vor zwei Wochen hatten die Landfrauen mit den Kindern im Kindergarten St. Magdalena kleine Fleischgerichte zubereitet.

Nun gewährten Matthias Finkenbrink und sein Vater August, unterstützt durch Tierarzt Jan-Bernd Lammers, Groß und Klein einen aufschlussreichen Einblick in Sauenhaltung und Ferkelaufzucht.

Für Matthias Finkenbrink, der 300 Muttersauen in seinem Betrieb, einem klassischen Familienbetrieb, hält und im Jahr bis zu 9000 Ferkel verkauft, eine willkommene Gelegenheit, zwischen Hygiene-Schleuse, Sauen-Dusche und Futterzentrale mit den Verbrauchern über die Abläufe im Stall, aber auch über Tierwohl ins Gespräch zu kommen.

An die Adresse aller Kritiker gerichtet, räumte der Ortslandwirt ein: „Die Landwirtschaft kann sich verändern, aber das braucht Zeit.“

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