Taufstein als Gotteslob-Motiv
Wegbegleiter für Jung und Alt

Freckenhorst -

Der Taufstein in der Stiftskirche St. Bonifatius hat seit Kurzem bistumsweite Bedeutung. Bisher trennte das Bistumswappen den überregionalen Stammteil vom bistumsinternen Eigenteil. In der vierten Auflage des Gotteslob wurde dieses nun durch ein Bild des Freckenhorster Taufsteins ersetzt

Freitag, 10.03.2017, 17:03 Uhr

Die Abbildung des Freckenhorster Taufsteins (kleines Bild) in der vierten Auflage des Gotteslobs präsentieren jetzt (großes Foto, v. l.) Johannes Heimbach, Dr. Dirk Friedrich Paßmann, Ulrich Grimpe und Pfarrer Manfred Krampe.
Die Abbildung des Freckenhorster Taufsteins (kleines Bild) in der vierten Auflage des Gotteslobs präsentieren jetzt (großes Foto, v. l.) Johannes Heimbach, Dr. Dirk Friedrich Paßmann, Ulrich Grimpe und Pfarrer Manfred Krampe. Foto: Bischöfliche Pressestelle

Der Taufstein in der Stiftskirche St. Bonifatius hat seit Kurzem auch schwarz auf weiß eine bistumsweite Bedeutung. Bisher trennte das Bistumswappen den überregionalen Stammteil vom bistumsinternen Eigenteil. In der gerade veröffentlichten vierten Auflage des Gotteslob wurde dieses nun durch ein Bild des Freckenhorster Taufsteins ersetzt, aufgenommen von Andreas Lechtape. Darauf zu sehen ist die Taufszene Jesu im Jordan.

„Wir freuen uns sehr darüber und sind dankbar, dass unser Taufstein, der kunsthistorisch einer der bedeutendsten Westfalens ist, dadurch noch bekannter wird“, sagt Pfarrer Manfred Kram-pe. Der Taufstein wird auf das Jahr 1129 datiert. Die für das Gotteslob ausgewählte Szene zeigt Jesus bis zur Taille im Fluss stehend; eine Taube fliegt von oben herab auf ihn zu. Rechts steht Johannes der Täufer , der seine Hand auf dessen Haupt legt. Ein Engel auf der linken Seite hält das Gewand Jesu, der sich zur Taufe entkleidet hat. „In der Taufe wird vor allem der reinigende und erneuernde Aspekt des Wassers angesprochen“, so Krampe.

Als eine „sehr gute Wahl“ bezeichnet Johannes Heimbach vom Referat Liturgie im Bistum die Abbildung. „Wir wollten ein Bild, das katechetisch verwendbar ist und mit der Taufe zu tun hat“, erklärt er. Die Taufe sei das erste Geschenk, das Christen erhielten und durch das sie in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen werden. Außerdem verbinde das Sakrament alle Christen auf der ganzen Welt miteinander – über kulturelle Grenzen hinweg, sagt Heimbach und spielt damit auf eine weitere Neuerung im Gotteslob an.

Ab sofort ergänzt ein kleines Heftchen den Eigenteil des Bistums Münster. Darin zu finden sind Lieder und Gebete in deutscher, englischer, französischer, spanischer und hocharabischer Sprache. „Auf diese Weise wollen wir eine weitere Möglichkeit anbieten, Menschen in unseren Gottesdiensten willkommen zu heißen“, erklärt er. Erstmals nehme das Gesangbuch damit Bezug auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen in Europa, die noch viele Jahre die Menschen in christlichen Kirchen beschäftigen würden, ergänzt Ulrich Grimpe vom Referat Kirchenmusik im Bistum. „In dem Ergänzungsheft sind nicht nur alle Melodien übersetzt, sondern können auch in den genannten Sprachen gesungen werden.“ Bei der Übertragung der Lieder ins Arabische hätten Fachleute die Arbeit unterstützt. „Das Gotteslob ist jetzt international geworden und somit zu einem Wegbegleiter für Jung und Alt“, sagt Grimpe.

Die Nachfrage sei sehr gut, versichert Dr. Dirk Friedrich Paßmann, Leiter des Aschendorff Verlags, der für den Druck des Gotteslob im Bistum zuständig ist. Während die vierte Auflage das Heft bereits integriert hat, können Pfarreien, Ordenshäuser und Einrichtungen den Ergänzungsband bestellen und per Klebestreifen ihren Gesangsbüchern hinzufügen. Von 100 000 gedruckten Heften seien bereits 60 000 herausgegeben, sagt Paßmann. Die Hefte werden im Bistum als Ergänzung des Gotteslobs mit dem Aufdruck „Kirchliches Eigentum“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Für den privaten Gebrauch kann das Ergänzungsheft im Buchhandel und beim Aschendorff-Verlag, E-Mail buchverlag@aschendorff.de, ✆ 02 51 / 69 01 31, erworben werden. Das Ergänzungsheft kostet 1,95 Euro pro Exemplar.

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