Sportschule braucht Lagerräume selbst
Bundeswehr kündigt Vereinen Geräteräume

Warendorf -

CDU-Ratsherr Hermann Josef Vinke appellierte an Bürgermeister Axel Linke, das Gespräch mit dem Kommandeur der Sportschule zu suchen: „Wir sind zwar Gast der Bundeswehr, aber nicht Gast des Kommandeurs.“ Hintergrund: Die Sportschule der Bundeswehr hat alle Vereine, die ihre Räumlichkeiten nutzen, aufgefordert, ihre Gerätschaften ab April woanders zu lagern.

Donnerstag, 30.03.2017, 18:03 Uhr

Die Sportschule der Bundeswehr hat alle Vereine, die ihre Räumlichkeiten nutzen, aufgefordert, ihre Gerätschaften ab April woanders zu lagern. Die Sportschule benötigt ihre Lagerräume ab sofort selbst. Das trifft vor allem die Behindertensportgemeinschaft und die Rolli-Basketballer des BBC hart, nahm Hermann Josef Vinke (CDU ) gestern Abend im Rat kein Blatt vor den Mund: „Sollen die Behinderten jetzt ihre Basketbälle, Speere oder anderen Sportutensilien jedes Mal wieder mit- und zurückschleppen. Das ist gar nicht möglich.“ Er appellierte an Bürgermeister Axel Linke, das Gespräch mit dem Kommandeur der Sportschule zu suchen. Der Bürgermeister machte da wenig Hoffnung auf Erfolg: „Der Kommandeur übt sein Hausrecht aus. Das ist sein gutes Recht und nicht mehr beeinflussbar. Wir sind nur Gast der Sportschule.“ Vinke kommentierte das wörtlich so: „Wir sind zwar Gast der Bundeswehr, aber nicht Gast des Kommandeurs.“ Angesichts der neuen Situation, mahnte FDP-Fraktionschefin Dr. Beate Janinhoff: „Wir müssen damit rechnen, dass uns auch beim Gastrecht für die Schwimmhallen die Tür vor der Nase zugeschlagen wird.“ Der Sportausschuss wird sich in der kommenden Woche mit dem Thema beschäftigen.

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