Everwordschule: Stadt und Schulleiter sind keine gravierenden Mängel bekannt
„Vergammelt ist hier nichts“

Warendorf -

Erst im Dezember vergangenen Jahres hat es eine Begehung an der Everwordschule gegeben, bei der alle Mängel aufgelistet wurden. Im Rahmen der normalen Gebäudeunterhaltung gibt es einen Sanierungsfahrplan, so Christoph Schmitz vom Sachgebiet Gebäudewirtschaft. Gravierende Mängel seien ihm an der Everwordschule nicht bekannt. Konrad Dittrich war in der Einwohnerfragestunde am Donnerstag im Rat aufgestanden und hatte das äußere Erscheinungsbild der Grundschule in Freckenhorst als „unansehnlich, vergammelt und verkommen“ beklagt.

Freitag, 31.03.2017, 16:03 Uhr

Die Everword-Grundschule in Freckenhorst: Beim Pausengang ist teilweise das Holz der Fensterrahmen marode (kleines Foto). Geld für die Sanierung des Pausengangs samt Dach ist erst einmal zurückgestellt worden, so lange noch nicht abschließend geklärt ist, was mit der angrenzenden Turnhalle passieren soll.
Die Everword-Grundschule in Freckenhorst: Beim Pausengang ist teilweise das Holz der Fensterrahmen marode (kleines Foto). Geld für die Sanierung des Pausengangs samt Dach ist erst einmal zurückgestellt worden, so lange noch nicht abschließend geklärt ist, was mit der angrenzenden Turnhalle passieren soll. Foto: Joachim Edler

„Unsere Schule ist in einem vergleichbaren Zustand wie alle anderen auch. Vergammelt ist hier nichts“, kann Schulleiter Albert Haffner die Äußerungen von Konrad Dittrich nicht nachvollziehen. Der Bürger war in der Einwohnerfragestunde am Donnerstag im Rat aufgestanden und hatte das äußere Erscheinungsbild der Everword-Grundschule in Freckenhorst als „unansehnlich, vergammelt und verkommen“ beklagt: „Holzrahmen haben teilweise keinen Farbanstrich mehr, teilweise sind sie verfault, Glasscheiben hängen teilweise locker in den Rahmen.“ (die WN berichteten).

Am gestrigen Freitag putzte sich die Schule für den heutigen Abschluss der Projektwoche heraus. Hausmeister Rolf Möller, der schon als Kind die Grundschule besucht hat, befreite die Ecken des Schulplatzes von Unkraut. 1950 sei die Everwordschule gebaut worden, eben eine alte Schule, sagt er. Energetisch könnte man sicherlich noch viel machen, so Möller. „Aber es wurde auch immer was gemacht“, fügt er hinzu. Neue Fenster gab es im Jahre 2009 und auch in Sachen Brandschutz sei von Seiten der Stadt in der Vergangenheit kräftig investiert worden. „Das sieht man natürlich nicht von außen.“ Lediglich der überdachte Pausengang hat noch Holzfenster. Und die meinte wohl der Bürger Konrad Dittrich, denn die unteren Holzrahmen sind teilweise faul, abgesplittert, unansehnlich. Die Glasscheiben drohen nach unten abzusacken. Außerdem würden Schüler, so der Hausmeister, beim Spielen auf dem Schulplatz immer wieder mit den Füßen dagegentreten, so dass das Holz abgesplittert sei.

Dem städtischen Sachgebiet Gebäudewirtschaft ist dieser Schaden nicht bekannt, wie Teamleiter Christoph Schmitz auf Anfrage versicherte: „Bei uns ist der Schaden noch nicht angekommen, sonst hätten wir uns auch sofort gekümmert.“ Erst im Dezember vergangenen Jahres habe es eine Begehung an der Schule gegeben, bei der alle Mängel aufgelistet worden seien. Im Rahmen der normalen Gebäudeunterhaltung gebe es einen Sanierungsfahrplan, so Schmitz. Gravierende Mängel seien ihm an der Everwordschule nicht bekannt. Es habe sogar Gelder für die Sanierung des Pausengangs samt Dach im aktuellen Haushalt gegeben. Doch aufgrund der aktuellen Sporthallen-Diskussion in Freckenhorst (Neubau oder Sanierung?) seien diese Mittel erst einmal wieder zurückgestellt worden. Schmitz: „Es bleibt eben eine alte Schule.“

Über den sanierungsbedürftigen Pausengang ist die Schule mit der sanierungsbedürftigen Turnhalle verbunden.

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