Kirchliche Friedhöfe bald städtisch
Aufbahrungsräume werden „aufgehübscht“

Freckenhorst/Milte -

Weil die katholischen Kirchengemeinden St. Bonifatius und St. Lambertus (Freckenhorst-Hoetmar) sowie St. Bartholomäus und Johannes (Einen-Müssingen/Milte) sich außerstande sehen, die Friedhöfe weiterhin in eigener Trägerschaft zu betreiben, hat die Zentralrendantur der katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Warendorf für die betroffenen Gemeinden zum 1. Januar 2018 die Überführung der beiden Freckenhorster Friedhöfe (Westernfelder Straße und Gänsestraße) sowie des Milter Friedhofs in städtische Trägerschaft beantragt.

Donnerstag, 04.05.2017, 21:05 Uhr

Der Friedhof an der Westernfelder Straße in Freckenhorst  (Foto) soll ebenso wie der Friedhof an der Gänsestraße und der Friedhof in Milte ab 1. Januar 2018 in städtischer Trägerschaft betrieben werden.
Der Friedhof an der Westernfelder Straße in Freckenhorst  (Foto) soll ebenso wie der Friedhof an der Gänsestraße und der Friedhof in Milte ab 1. Januar 2018 in städtischer Trägerschaft betrieben werden. Foto: Joke Brocker

Hubert Schulze Althoff, Leiter des Baubetriebshofes, informierte am Dienstag und am Mittwoch die zuständigen Bezirksausschüsse über die Pläne. Prinzipiell seien die Friedhöfe in einem akzeptablen Zustand, lediglich auf dem Friedhof an der Westernfelder Straße könne sich in Teilbereichen ein höherer Grundwasserstand bilden. Um gegebenenfalls darauf reagieren zu können, sei mit der Kirchengemeinde vorsorglich eine Übertragung einer Fläche an der Gänsestraße vereinbart worden, die für schon lange für die Erweiterung des Friedhofs Gänsestraße vorgesehen sei und zurzeit noch als Ackerfläche diene.

Das für die Unterhaltung der Friedhofsflächen und für Beisetzungen nötige Personal habe er nicht, erklärte Althoff; und warb in den Ausschüssen um Genehmigung zweier Vollzeitstellen. Das Personal, das diese Aufgaben bisher auf den Friedhöfen der Gemeinde St. Bonifatius und St. Lambertus übernommen hatte, wird, wie auf Nachfrage im Ausschuss in Freckenhorst versichert wurde, anderweitig beschäftigt. Auf dem Friedhof in Milte war bislang die Gärtnerei Pelster für die Pflege der Gräber und für die Beisetzungen zuständig. Um die Pflege der Priestergräber werden sich weiterhin die Kirchengemeinden kümmern. Speziell für den Milter Friedhof kündigte Althoff eine „Aufhübschung“ der Aufbahrungsräume an. Mit einer plötzlichen Erhöhung der Gebühren, versicherte er, müssten die Bürger nicht rechnen. Die Kirchengemeinden hätten sich in der Vergangenheit bereits an der städtischen Kalkulation orientiert.

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