Bilanz der Stadtkümmerer
Das nächste Quartier im Blick

Warendorf -

Die freiberuflich tätigen Stadtplanungsexperten vom Quartiersmanagement haben zunächst bis Ende 2017 den befristeten Auftrag, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Warendorf zu begleiten. Das umfängliche Stadterneuerungsprogramm mit dem die Stadt Warendorf in den nächsten Jahren Kernbereiche der historischen Altstadt erneuern wird, steht unter dem Leitsatz: „Altstadt – Zukunft Gestalten“.

Samstag, 06.05.2017, 06:05 Uhr

Das nächste Quartier  haben die Stadtkümmerer bereits im Blick: Oststraße, Brünebrede, Ostwall. 
Das nächste Quartier  haben die Stadtkümmerer bereits im Blick: Oststraße, Brünebrede, Ostwall.  Foto: Edler

Vor einem Jahr nahm das Quartiersmanagement seine Arbeit in Warendorf auf. Mit dem Ziel, einer stärkeren Identifikation der Bürger mit ihrer Altstadt. Das Aufgabengebiet der Dortmunder Planungsgruppe Stadtbüro, die ihre Anlaufstelle am Krickmarkt 13 (ehemals Anneliese Oer ) hat: Leerstandsmanagement, Eigentümeraktivierung und Marketing. Helga Beckmann , eine der drei freiberuflich tätigen Stadtplanungsexperten, zog am Donnerstag im Planungsausschuss eine Jahresbilanz – und die fiel positiv aus: „Wir sind in Warendorf angekommen und gut aufgenommen worden.“ Dennoch gebe es noch viel zu tun.

In Abstimmung mit der Verwaltung seien Referenzprojekte (City-Fond, Altstadt-Fond) geplant, ein Baustellenmarketing für den Marktplatz entwickelt worden. Man habe das Gespräch mit Hauseigentümern gesucht – einige wollten, andere nicht. Die Sprechzeiten im Büro am Krickmarkt, montags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 13 Uhr, würden angenommen. Die Leerstände in der Altstadt wurden erfasst. Gemeinsam mit den Eigentümern habe man geschaut, ob sich die Vermarktungssituation vielleicht durch ein neues Profilbild verbessern lasse. Hier sei noch deutlich Luft nach oben, machte Helga Beckmann klar. „Wir verstehen uns dabei nicht als Makler, sondern als Vermittler.“ Von sechs im kreisweiten Gewerbeimmobilien-Pool eingepflegten Gebäuden konnte eine erfolgreich vermittelt werden. Was den Stadtkümmerern aufgefallen ist: Wenn es Leerstand in 1a-Lage gab, wurde dieser auch schnell wieder mit Leben gefüllt worden. Da, wo Ladenlokale immer noch leerstehen, habe man mit dem Eigentümer gesprochen. Mit dem Ergebnis, dass der Hausbesitzer nicht immer mit einer Folgenutzung einverstanden war oder die Ladenfläche für eine Einzelhandelsnutzung entweder zu klein oder zu groß war. Oftmals hätten Eigentümer auch die hohen Investitionen im Falle eines Umbaus abgeschreckt. Zum Beispiel, wenn Wohn- und Gewerbenutzung in einem Haus eng miteinander verbunden sind. Helga Beckmann: „Einige Eigentümer können oder möchten nicht mehr investieren.“ Optimierungsmöglichkeiten, auch das ein Fazit der Jahresbilanz, gebe es zwischen Verwaltung, Bauherrn und Architekten, die sich schnellere Bearbeitungszeiten wünschten.

Die freiberuflich tätigen Stadtplanungsexperten haben zunächst bis Ende 2017 den befristeten Auftrag, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Warendorf zu begleiten. Das umfängliche Stadterneuerungsprogramm mit dem die Stadt Warendorf in den nächsten Jahren Kernbereiche der historischen Altstadt erneuern wird, steht unter dem Leitsatz: „Altstadt – Zukunft Gestalten“.

Ziel des Konzeptes ist, die Altstadt als lebendigen Wohn- und Wirtschaftsstandort sowie touristischen Anziehungspunkt zu stärken und weiter zu entwickeln. Zur Erreichung des Ziels ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgesehen, das sich vornehmlich auf folgende Projekte konzentriert:

•Erhöhung der Aufenthaltsqualität von Straßen und Plätzen

•Stärkung des Gewerbestandorts

•Sanierung des historischen Gebäudebestands und Verbesserung der Wohnqualität

Das nächste Quartier haben die Stadtkümmerer bereits im Blick: Oststraße, Brünebrede, Ostwall.

 

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