Jour-fixe XXL
Ein Theaterfest im Sonderformat

Warendorf -

Der neueste Trend: „Face App“. André Auer erklärt: „Lade ein Selfie von dir hoch und verfremde es“. Und schon gleich stellt er seine eigenen Kreationen vor. Da kann man zum Beispiel einem streng dreinschauenden Donald Trump ein Grinsen auf die Lippen zaubern. Oder Jogi Löw mit dem Jugendfilter ein paare Jahre jünger aussehen lassen: „Das eignet sich ja perfekt für die Kinderschokolade!“, kommentiert Auer einen Programmpunkt im Jour fixe XXL.

Sonntag, 07.05.2017, 14:05 Uhr

Netz fixe: Jetzt müssen die Zuschauer entscheiden, ob das Video „Genial“ oder „Fatal“ ist, also ob es scheitert oder gelingt. Dazu wurden ihnen doppelseitige Stimmkarten ausgeteilt.
Netz fixe: Jetzt müssen die Zuschauer entscheiden, ob das Video „Genial“ oder „Fatal“ ist, also ob es scheitert oder gelingt. Dazu wurden ihnen doppelseitige Stimmkarten ausgeteilt. Foto: Grimpe

25 Jahre. So lang ist es her, seit der Jour fixe in Warendorf zum ersten Mal auf die Bühne ging. „Im Februar 1992 hatten wir unsere erste Aufführung“, erinnert sich Organisator André Auer . Es fing klein an – und mittlerweile strömen die Zuschauer zu großen Mengen ins Theater, wenn es an einem Samstagabend den Jour fixe im Sonderformat , XXL, gibt. So geschehen am vergangenen Samstag.

Die Moderation haben André Auer, Birgit Lücke und Monika Mulda. Anders als beim monatlichen „kleinen“ Jour fixe, findet das Sonderformat XXL nur einmal im Jahr statt. Weil das kleine Dachtheater im Obergeschoss für größere Chöre und Tanzauftritte einfach zu klein ist, geht es beim XXL einfach in den großen Theatersaal.

Das Programm: eine bunte Mischung aus Musical, Gesang, Comedy sowie Hip-Hop- und Balletttanz; dazu drei Pausen, in denen die Besucher Gelegenheit haben, das Haus und die Cocktailbar im Obergeschoss zu entdecken – „der perfekte Mix für ein Theaterfrühlingsfest“, sagt Auer und gibt die Bühne frei für den ersten Auftritt. Es geht los mit einem Auszug aus dem Musical „Annie“ von Charles Stroues. Der Schulchor des Gymnasiums St. Mauritz aus Münster, insgesamt etwa 45 Schülerinnen und Schüler, präsentieren drei Stücke, darunter zwei Chorstücke, aus dem Musical, das am 6. Juli Premiere feiert. Die musikalische Leitung hat Sandra Linnemann, die Tänze studierte Maren Stockmann ein.

Das Stück ähnelt der Geschichte vom „Kleinen Lord“: „Annie“ spielt im New York der 30er Jahre. Die Weltwirtschaftskrise hält im ganzen Land Einzug. Das Waisenkind Annie wird von dem Millionär Oliver Warbucks bei sich aufgenommen, doch wehrt sich gegen die Adoption und will stattdessen nach ihren Eltern suchen. Warbucks entschließt sich, ihr dabei zu helfen.

Weiter geht es mit Tanz und Action: 19 Tänzerinnen vom WaKaGe-Ballett, die älteste Tanzformation der Warendorfer Karnevalisten, präsentieren ihr jüngstes Programm: den Schautanz „Be exalted – lebe deinen Ursprung“, einstudiert unter Anleitung von Julia Altefrohne.

Weniger „action-lastig“, dafür aber umso witziger war das „Netz fixe“.

Bei dieser Rubrik stellen die Organisatoren des Jour fixe allerhand unterhaltsames Material vor, das man in diesen Tagen so im Internet findet. Der neueste Trend: „Face App“.

André Auer erklärt: „Lade ein Selfie von dir hoch und verfremde es“. Und schon gleich stellt er seine eigenen Kreationen vor. Da kann man zum Beispiel einem streng dreinschauenden Donald Trump ein Grinsen auf die Lippen zaubern. Oder Jogi Löw mit dem Jugendfilter ein paare Jahre jünger aussehen lassen: „Das eignet sich ja perfekt für die Kinderschokolade!“, kommentiert Auer. Der Knaller aber war der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz als Frau. „Da können sich die Wahlkampfstrategen der SPD ja mal überlegen, ob das im Duell mit Merkel hilft!“.

 

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