Ein Streifzug durch die Berufswelt
„Die BOM brummt“

Warendorf -

Mit neuen Angeboten wie dem Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie aber auch mit einem breiten Angebot an Informationen präsentierte sich die Berufsorientierungsmesse 2017 fast 2700 Schülern aus insgesamt 18 Schulen im Kreis Warendorf.

Mittwoch, 05.07.2017, 18:07 Uhr

Die bunte BOM: Während Udo Lakemper, Schulleiter am Paul-Spiegel-Berufskolleg (Bild links) am Stand der Friseur-Innung Informationen zum Thema „Maniküre“ sammelte, ging es in den Werkstätten „heiß“ her -Talent durfte getestet werden (Bild Mitte). Die geladenen Gäste der BOM informierten sich eingehend.  
Die bunte BOM: Während Udo Lakemper, Schulleiter am Paul-Spiegel-Berufskolleg (Bild links) am Stand der Friseur-Innung Informationen zum Thema „Maniküre“ sammelte, ging es in den Werkstätten „heiß“ her -Talent durfte getestet werden (Bild Mitte). Die geladenen Gäste der BOM informierten sich eingehend.  

2700 Schüler von 18 Schulen aus dem Kreis Warendorf, 106 ausstellende Unternehmen, darunter 17 neue Aussteller tummelten sich am Dienstag, 4. Juli und am gestrigen Mittwoch, 5. Juli, auf dem 2150 Quadratmeter großen Gelände zwischen Paul-Spiegel-Berufskolleg und Kreishandwerkerschaft. Soweit die knappe Zahlenstatistik zur BOM 2017, die Bürgermeister Axel Linke im Rahmen eines Frühstücks für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung gestern zur Einstimmung verkündete. Und dann ein Zoom mitten hinein in das Geschehen der Berufsorientierungsmesse, Zelt G, Stand 15: Raimund Kinzauskas, Oberkommissar und Einstellungsberater der Bundespolizei, bringt ohne es zu ahnen die BOM-Statistik-Zahlen auf den Punkt: „Die BOM brummt“, kommentiert er auf WN-Nachfrage seinen Eindruck als Aussteller. Er muss es wissen, denn er ist mit seinen Kollegen fast wöchentlich auf Ausbildungsbörsen quer durch Deutschland unterwegs. „Wir haben wirklich Vergleichsmöglichkeiten, doch hier in Warendorf sind die jungen Leute äußerst interessiert, sehr gut vorinformiert, und es gibt ein extrem ausgeprägtes Sozialverhalten. Das erleben wir sonst selten.“ Und noch eins erleben die Bundespolizisten bei der BOM in Warendorf. „Hier standen die Interessenten teilweise in Dreierreihen vor unserem Stand“, sagt der Oberkommissar und findet einen Grund dafür darin, dass die Bundespolizei allein über 2000 Stellen für den mittleren Dienst und obendrein 400 Stellen für den gehobenen Dienst ausschreibt. Mit dem Nachwuchs hat die Bundespolizei aus seiner Sicht keine Probleme. „Wir hatten 20 000 Bewerber für 2000 ausgeschriebene Einzelstellen.“ Astrid Schwienhorst , Lehrlingswartin der Friseur-Innung hat hingegen ganz andere Erfahrungen gemacht. Obwohl es am Infostand der Friseur-Innung brummt, weil dort die Schüler des 2. Ausbildungsjahrgangs am Berufskolleg ein Hair- und Nagel-Styling anbieten, ist die Nachfrage von potenziellen Auszubildenden gering. „Die Mittelstufe an diesem Standort hat mittlerweile nur noch fünf Schüler, früher waren es mal 20. Die, die jetzt eine Ausbildung im Friseur-Bereich beginnen, müssen dann für die Berufsschule nach Beckum oder Münster“, erläutert Schwienhorst. Ein verstärktes und gezielteres Schülerinteresse, insbesondere am Dienstag, beobachtet Monika Ruholl von der Hansa-Apotheke in Warendorf. Der Infostand, der rund um Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten pharmazeutisch-technischer und pharmazeutisch-kaufmännischer Bereiche sowie über ein Pharmaziestudium informiert wird in Kooperation mit der Apothekerkammer alljährlich organisiert. „Viele Schüler wissen gar nicht genau, welche beruflichen Möglichkeiten sich im Bereich Apotheke überhaupt ergeben können.“ Das erleben auch Klaus Bräu und Dilan Folisi, die erstmals für die Metall- und Elektroindustrie in Warendorf mit einem Info-Truck einen Stop gemacht haben. „Wir sind an 220 Tagen mit dem Truck unterwegs, hier können die Schüler erleben, wie man eine CNC Maschine bedient und wir bieten Infos über die 32 verschiedenen Ausbildungsberufe in diesem Industriezweig“, so Bräu. Corinna Wächter von der Personalabteilung der Firma Stockmeyer sieht die BOM als wichtige Plattform: Zahlreiche Auszubildende sind uns über die BOM vermittelt worden.“ In intensive Gespräche mit Ausstellern und Schülern tauchten auch all die geladenen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nach der Frühstücksrunde an diesem Mittwochvormittag ein – mit ganz viel Interesse und Neugierde.

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