Baustelle Marktplatz: Baudirektor prüft Barrierefreiheit
Haben Hülsen ein Nachspiel?

Warendorf -

Andrea Blacha (CDU) traute im ersten Moment ihren Ohren kaum: „Es kann doch nicht sein, dass die Hülsen für die Sonnenschirme hochstehen und damit ein Hindernis sind.“ Baudirektor Peter Pesch beruhigte im Planungsausschuss: „Das wird plan – deshalb schauen wir im Vorfeld genau hin.“

Freitag, 07.07.2017, 06:07 Uhr

Ebenerdig und schick sollen die Bodenhülsen auf dem Markt sein, dazu barrierefrei. Hier die Hülsen für die Sonnenschirme von In Mezzo. Die unterscheiden sich bereits jetzt von den Hülsen, die das Extrablatt für seine Schirme im Boden versenkt hat.
Ebenerdig und schick sollen die Bodenhülsen auf dem Markt sein, dazu barrierefrei. Hier die Hülsen für die Sonnenschirme von In Mezzo. Die unterscheiden sich bereits jetzt von den Hülsen, die das Extrablatt für seine Schirme im Boden versenkt hat. Foto: Joachim Edler

Beinahe flächendeckend (außer die Rettungsgasse) soll der Warendorfer Marktplatz mit Hülsen für Sonnenschirme bestehender und künftiger Gastronomen gepflastert werden (die WN berichteten). So großzügig und flexibel der Rat der Stadt am Mittwoch mit dieser Entscheidung auch sein wollte, die Hülsen könnten ein Nachspiel haben.

Zur Erinnerung: Weil die Baufirma wissen muss, wo sie die Hülsen setzen muss, bevor sie pflastert, musste eine Entscheidung her. Und die fiel im Rat.

Einen Tag später im Planungsausschuss: Baudirektor Peter Pesch wollte zwar keine Pferde scheu machen, aber er werde noch einmal genau hinschauen, ob die Bauart der Hülsen auch wirklich eben und somit flächendeckend ist. Andernfalls werde man sich für neue Hülsen-Modelle entscheiden. Wichtig sei ihm auch, dass die Abdeckungen möglichst unauffällig sind. Da man sich jetzt für mehr Hülsen entschieden habe, müssten diese gestalterisch ins Gesamtbild passen, so Pesch. Circa 15 Bodenhülsen gibt es aktuell, die sich jetzt bereits unterscheiden. Die Anzahl wird wohl auf über 30 steigen.

Andrea Blacha ( CDU ) traute im ersten Moment ihren Ohren kaum: „Es kann doch nicht sein, dass die Hülsen hochstehen und damit ein Hindernis sind.“

Pesch beruhigte: „Das wird plan – deshalb schauen wir im Vorfeld genau hin.“

Hubert Grobecker (Grüne) regte auf jeden Fall an, verschraubbare Deckel zu nehmen. Und für CDU-Mitglied Willi Schöning war bei den Hülsen eines besonders wichtig: „Ebenerdig und schick müssen sie sein.“

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