Richtfest am Leutehaus
Innenausbau ab Anfang 2018

Hoetmar -

Bis Ende 2018 soll der Umbau des einstigen Läutehauses zum Leutehaus, ein Leuchtturmprojekt des Dorfentwicklungskonzeptes in Hoetmar, abgeschlossen sein. Jetzt wurde auf der Baustelle an der Ahlener Straße Richtfest gefeiert.

Sonntag, 23.07.2017, 23:07 Uhr

Auf dem Gerüst schlugen (v .l.) Michael Mense, Johannes Tertilt, Architekt Heribert Sickmann, Zimmermann Christian Gersmann und Peter Heitwerth den letzten Nagel in den neuen Dachstuhl ein, in den auch eine Gaube (kleines Foto) eingebaut worden ist. 
Auf dem Gerüst schlugen (v .l.) Michael Mense, Johannes Tertilt, Architekt Heribert Sickmann, Zimmermann Christian Gersmann und Peter Heitwerth den letzten Nagel in den neuen Dachstuhl ein, in den auch eine Gaube (kleines Foto) eingebaut worden ist. 

Die Umnutzung des denkmalgeschützten Läutehauses zum Leutehaus ist eines der Leuchtturmprojekte des Hoetmarer Dorfentwicklungskonzeptes. Nach etwas mehr als einjähriger Bauzeit wurde am Freitagabend endlich Richtfest gefeiert. „Ohne Euch hätten wir das nicht geschafft“, dankte Michael Mense , der stellvertretende Vorsitzende der Heimatfreunde, allen engagierten Helfern. Bislang seien über 1 400 Stunden Eigenleistung erbracht worden.

Wenn alles gut geht, soll der Umbau des Läutehauses laut Johannes Tertilt von den Heimatfreunden bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Geplant ist, in einer der drei Wohnungen ein Dorfbüro mit Archiv und Begegnungsräumen einzurichten. Die mittlere Wohnung wird zur Geschäftsstelle des SC Hoetmar und die dritte soll als Wohnung vermietet werden.

„Im Frühling 2016 haben wir damit begonnen, das Gebäude auszuräumen und zu entkernen“, blickte Johannes Tertilt zurück: „Nachdem wir dann Anfang letzten Jahres das Läutehaus von der Stadt Warendorf offiziell für einen Euro erworben hatten, konnten die Bauarbeiten richtig beginnen.“ In einem ersten Schritt seien eine Drainage geschaffen, Abwasserrohre verlegt und das Fundament gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt worden. Im Innenbereich seien derweil unter anderem die maroden Betonfußböden entfernt und neu gegossen worden. Den sichtbarsten Baufortschritt sahen die Hoetmarer aber in den letzten Wochen. Nachdem der erste Teil des Daches schon in 2016 in Eigenregie erneuert worden war, mauerte eine Fachfirma nun die historische Dachgaube wieder auf und deckte die übrigen Dachflächen neu.

„Unser Ziel ist es, das Läutehaus bis Ende dieses Jahres von außen komplett dicht zu bekommen“, so Johannes Tertilt. Eine staubige Angelegenheit werde sicherlich das Auskratzen der alten Fugen, die anschließend neu verfugt werden.

Darüber hinaus sollen die Fenster ausgetauscht und an den Giebeln kleine Türmchen, wie es sie einst am Läutehaus gab, wieder aufgemauert werden. Ab Anfang 2018 sei dann der Innenausbau geplant. Um die laufenden Unterhaltungskosten zu decken, solle zunächst die zur Vermietung angedachte Wohnung fertiggestellt werden. Danach werde man sich aller Voraussicht nach um die Geschäftsstelle des SC Hoetmar kümmern und sich auf der Zielgeraden dem Dorfbüro widmen: „Was wir selbst erledigen können, versuchen wir im Ehrenamt zu realisieren. Alles andere vergeben wir nach Möglichkeit an Unternehmen aus dem Dorf.“

Eine kleine Anerkennung für die geleistete Arbeit sprachen den Aktiven am Freitagabend Markus Mestrup und Dieter Jungmann vom Schützen- und Heimatverein aus: „Der bisherige Baufortschritt kann sich wirklich sehen lassen. Macht weiter so und wenn ihr Hilfe braucht, sagt einfach Bescheid.“

Beim anschließenden Richtfest mit kühlen Getränken und Grillwürstchen pflegten die Engagierten noch lange die Dorfgemeinschaft.

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